Salzwedel l Das Verbot von Schottergärten findet sie gut, sagt Evelin Matthäus aus Salzwedel im Gespräch mit der Volksstimme. Sie und ihr Mann hätten gerade noch einmal einen Schwung Stauden und Büsche gepflanzt. Kritisch sieht sie die Gestaltung einiger Vorgärten an neuen Wohngrundstücken im Gebiet Ludwig-Frank-Straße „Alles Beton und Steine“, bedauert sie. Doch noch mehr sei sie schockiert über die Gestaltung des Schillerstraßen-Kreisverkehrs. Dort sind breite Areale, im Fachjargon Fahrbahnteiler genannt, in Beton gegossen und mit grüner Farbe angestrichen worden.

„Was hat das noch mit Naturschutz zu tun? Warum sind die Flächen nicht bepflanzt worden?“, fragt sie. Die Vorgehensweise stehe im Widerspruch zur Landesgesetzgebung zu den Schottergärten. „Wie sollen denn die Leute motiviert werden, vor der eigenen Haustür etwas im Sinne des Naturschutzes zu ändern, wenn sie so etwas sehen“, ist sie verärgert.

Es müsse deutlich gemacht werden, dass die Stadt nichts mit der Bauausführung des Kreisels zu tun hat, betont auch Stadtrat Holger Lahne (SPD). Er sei auch schon darauf angesprochen worden.

Die Fahrbahnteiler seien so gestaltet worden, um den Pflegeaufwand zu minimieren, heißt es aus der zuständigen Landesstraßenbaubehörde, die für den Ausbau der Bundes- und Landesstraßen zuständig ist. Die Unterhaltung der vielen Grünflächen sei für die Straßenmeistereien sehr arbeitsintensiv und die Mitte des Kreisels begrünt. Als Umweltschutzmaßnahme sei bei den Bauarbeiten beispielsweise der alte Asphalt aufgearbeitet und wiederverwendet worden.