Arendsee l Bis Ende Juli eine Schranke am Birkenhain aufbauen: Dieses Ziel ist nicht zu schaffen. Denn es gab Bedenken aus anderen Stadtteilen, das Thema wird erneut kommunalpolitisch besprochen. Haupt- und Ordnungsamtsleiter Michael Niederhausen erklärte im Volksstimme-Gespräch, wie es weiter geht. So bleibt das Verkehrszählgerät weiter im Betrieb und sammelt Daten. Diese sollen am Dienstag, 18. August, ab 19 Uhr im Rahmen des Ordnungsausschusses vorgestellt werden. Ein Sitzungsort steht noch nicht fest.

Michael Niederhausen will dann auch die möglichen Varianten vorstellen, die Kommunalpolitiker sollen entscheiden. Möglich ist weiterhin die von den Anliegern favorisierte Sackgasse mit Schranke. Er machte gestern aber auch deutlich, dass es nicht allen Arend­seer recht gemacht werden kann. Die Kritikpunkte die ihn mit Blick auf die Schranken-Lösung erreichten, bezogen sich auf die Nachteile für den Tourismus, das Ansinnen, auch an anderen Straßen mehr Ruhe zu haben bis hin zur Forderung nach weiteren Ortsbegehungen in anderen Stadtbereichen. Ob Letzteres, gefordert von Anliegern der Alten Poststraße, tatsächlich erfolgt, wird ebenfalls vom Ordnungsausschuss besprochen. Am 9. Juli wurden die ersten Zahlen vom Messgerät auf Nachfrage bekannt gegeben. Demnach waren vom 29. Juni bis zum 6. Juli am Birkenhain, auf dem Tempo 30 gilt und nur Fahrzeuge bis 2,5 Tonnen unterwegs sein dürfen, 5432 Gefährte unterwegs. Und zwar vor allem tagsüber. Knapp 50 Prozent war schneller als Tempo 30. Das kommunale Gerät erfasst Geschwindigkeiten ab 31 Stundenkilometern als Überschreitung.

Auch Laster nutzen Straße

An der Spitze der einzelnen Kategorien stehen Pkw (3709). Auf der zweiten Stelle folgen Zweiräder (718). Dabei handelt es sich nicht ausschließlich um Motor-, sondern auch um Fahrräder. Transporter (770), Lkw (191) und Lastzüge (44) wurden ebenfalls erfasst, Fußgänger aber nicht. Michael Niederhausen verweist darauf, das der Punkt Lastzüge nicht nur riesige Gefährte umfasst. Das Gerät unterscheidet anhand der Länge eines Fahrzeuges. Darum könnten beispielsweise auch Transporter mit Anhänger unter diese Kategorie fallen.

Die bereits vorhandenen Erkenntnisse werden mit Zahlen der nächsten Wochen ergänzt. Die Details dienen den Kommunalpolitikern als Entscheidungsgrundlage. Nicht mehr zur Debatte steht der Birkenweg. Dieser grenzt an den Birkenhain und soll, ebenfalls als Erkenntnis von der Ortsbegehung zur Einbahnstraße werden. Allerdings nicht innerhalb der nächsten Wochen. Es gilt erst abzuwarten, ob es zur Schranken-Lösung kommt. Sobald dies feststeht, werden die passenden Schilder am Birkenweg aufgestellt. Radfahrer sind nicht betroffen, sie können die künftige Einbahnstraße beidseitig nutzen.