Salzwedel l Kinder sind in der Regel der größte Stolz von Mama und Papa. Deshalb machen sich Eltern viele Gedanken darüber, wie denn ihr Nachwuchs heißen und den Rest seines Lebens gerufen werden soll. Waren es 2015 noch Emma und Luca, die auf Platz eins der Hitliste beliebtester Vornamen landeten, so waren es im vergangenen Jahr Marie und Liam. Marie war 14 mal für die Eltern der schönste Vorname, Liam bei den Jungs sechsmal. So jedenfalls weist es die Vornamenstatistik des Standesamtes Salzwedel für 2016 aus. Vorjahressiegerin Emma landete auf Platz 5; Luca schaffte es 2016 nicht einmal mehr unter die ersten 30.

Auf Platz 2 wählten die Eltern 2016 Sophie (elf Nennungen), gefolgt von Amelie und Charlotte (jeweils 6). Die Silbermedaille bei den Jungs teilen sich Ben, Leon und Pepe, die jeweils fünfmal als Vornamen ausgesucht wurden. Jeweils viermal wurden Emilia, Emma und Johanna gewählt, bei den Söhnen Elias, Louis, Mats und Oskar.

Eins, zwei, drei

Die meisten Kinder, nämlich 301 (Vorjahr 285), wurden von ihren Eltern mit einem Vornamen bedacht. Dass es auch anders geht, zeigten die Erzeuger von Kindern, die zwei Vornamen (136) oder drei (13) erhielten. Bei einem Kind konnten sich Mama und Papa offenbar nicht einigen und gaben dem Neugeboren gleich mehr als drei Vornamen.

Insgesamt erblickten im Einzugsbereich des Standesamtes Salzwedel im vergangenen Jahr 452 Kinder das Licht der Welt. 2015 waren es 451, 2014 sogar nur 446 gewesen. 51 Prozent des Nachwuchses ist weiblich (230), 49 Prozent oder 222 männlich. Interessant in diesem Zusammenhang: 187 Mütter waren bei der Geburt des Kindes mit dem Vater verheiratet (41 Prozent), 233 oder 52 Prozent waren ledig. Die Differenz von 32 Kindern erkläre sich durch Mehrfachgeburten, also Zwillinge und Drillinge, erläutert Andreas Köhler, bei der Hansestadt Salzwedel zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit.

Im vergangenen Jahr ist im Standesamt Salzwedel eine gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft angemeldet worden. Dass es in der Altmark offenbar nicht so einfach ist, den richtigen Partner oder die richtige Frau für den Bund des Lebens zu finden, zeigt die rückläufige Zahl der Eheschließungen. Trauten sich 2015 noch 129 Damen und Herren vor den Tisch der Standesbeamten, waren es im vergangenen Jahr nur noch 109 Paare, die künftig offiziell Tisch und Bett und sämtliche Sorgen miteinander teilen wollten.

Name des Mannes

Dabei konnten oder wollten sich neun Paare nicht auf einen gemeinsamen Familiennamen einigen. Die Mehrheit, nämlich 100, hatte damit offenbar keine Probleme. Dass es scheinbar immer noch eine gewisse Tradition hat, den Familiennamen des Mannes zu übernehmen, das bewiesen 100 Paare. Neunmal nahmen die Herren der Schöpfung den Namen ihrer Ehefrau als gemeinsamen Namen an.

Aufgeführt hat das Standesamt auch die Zahl der Kirchenaustritte. 2016 wurden davon 58 registriert.

Die einen kommen, die anderen gehen: 348 Menschen sind im vergangenen Jahr gestorben. Das sind 18 mehr als noch im Vorjahr. Das bedeutet, es sind 2016 mehr Menschen geboren als gestorben – gesellschaftspolitisch gesehen ist das für die Altmark eine gute Entwicklung. In diesem Bereich waren die Vertreter des weiblichen Geschlechts in der Überzahl: 181 Frauen (52 Prozent) schlossen für immer ihre Augen. Aber auch 167 Männer verließen 2016 diese Welt.