Salzwedel l In Sachen Waldbad Liesten gibt es wieder Bewegung auf der politischen Ebene. Wie die Volksstimme erfuhr, hat es am Mittwochabend (21. August) ein Arbeitsgespräch mit der Spitze des Fördervereins, den Fraktionsvorsitzenden des Salzwedeler Stadtrates und Bürgermeisterin Sabine Blümel im Hansezimmer des Rathauses gegeben. Über den Inhalt der Beratung sei zunächst Stillschweigen vereinbart worden.

Konkrete Äußerungen seien erst möglich, wenn es „handfeste Ergebnisse“ gebe, war zu erfahren. Das Treffen sei in „vernünftiger“ Atmosphäre verlaufen. Andere sprachen hingegen von gelegentlich explosiver Stimmung, bei der es auch schon mal lauter geworden sein soll.

Aktuelle Kostenschätzung

Im Vorfeld war in Erfahrung zu bringen, dass es um aktuelle Kostenschätzungen für eine mögliche Sanierung des Bades gegangen sei. Der Waldbad-Förderverein wollte ja bereits im Sommer auf eigene Kosten einen Gutachter den tatsächlichen Bedarf schätzen lassen.

Die Summe von 1,8 Millionen Euro Sanierungsbedarf stehe derzeit allerdings nicht mehr im Raum, hieß es. Letzten Endes brachte die Zusammenkunft aber kein Weiterkommen. Ob das Bad im kommenden Jahr wieder öffnet, ist nach dem Gespräch also weiter fraglich. „Ohne Förderung läuft da nichts“, war eine Aussage.

Noch während der letzten Sitzung des alten Stadtrates im Juni hatte es hitzige Diskussionen zum Waldbad gegeben, nachdem dem Förderverein für das Erstellen eines eigenen Gutachtens der Zugang zum Badgelände verwehrt worden war.

Stadträte hatten von der Bürgermeisterin gefordert, dass Vereinsmitglieder das Bad, trotz eines anderslautenden Schildes, betreten dürfen. Damals hatte Blümel auf den Termin am Mittwoch verwiesen. Dann könne der Verein sagen, „was er leisten möchte und kann“.