Salzwedel l Der Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr auf dem Rathausturmplatz bleiben. Dafür sprachen sich die Mitglieder des Marketingausschusses der Stadt aus. Ein Antrag der Freien Fraktion wurde dahingehend umformuliert, dass es erst einmal beim bisherigen Standort bleibt und es im Nachhinein eine Manöverkritik gibt, bei der dann noch einmal über die Vor- und Nachteile diskutiert wird.

Die Freie Fraktion wollte den Weihnachtsmarkt möglichst noch in diesem Jahr wieder auf den Marktplatz zurückverlegen. Volker Reinhardt begründete das Ansinnen in der Sitzung damit, dass viele Bürger und Geschäftsinhaber die Fraktionsmitglieder darauf angesprochen hätten. Sie hätten eindeutig die Meinung vertreten, dass der Rathausturmplatz unter Einbeziehung der Neuperverstraße nicht geeignet sei. Zudem sei angeführt worden, dass der Marktplatz vor dem Bürgercenter für viel Geld eigens dafür hergerichtet wurde, erklärte Reinhardt.

40.000 Euro investiert

Bürgermeisterin Sabine Blümel widersprach. Sie habe gehört, dass die meisten Bürger positiv auf den Weihnachtsmarkt neben der großen Tanne im Zentrum der Innenstadt reagiert hätten. „Die Händler waren zufrieden, sie haben mehr Umsatz erzielt, und das ist wichtig, damit sie wiederkommen“, betonte sie. Ein weiteres Argument: Die Stadt hat 40.000 Euro in Anschlüsse investiert und habe der Werbegemeinschaft keine Zuschüsse mehr für das Ausrichten zahlen müssen, weil sich der Markt selbst getragen habe.

Jost Fischer als Chef der Werbegemeinschaft erklärte, dass dieses Jahr einiges anders sein wird. So soll die Neuperverstraße befahrbar bleiben. Für die Sicherheit der Fußgänger sei temporär ein gesicherter Überweg beantragt worden. „Wir haben aus den Fehlern gelernt“, betonte er. Es dauere immer eine Weile, bis sich so eine Veranstaltung wie der Weihnachtsmarkt an einem bestimmten Ort etabliert habe und alles reibungslos laufe. Ständige Meckerei bringe keinen weiter. Außerdem sei es ohnehin zu kurzfristig, auf den Marktplatz zurückzukehren. Er sei stolz, dass es gelungen ist, 15 bis 20 Händler zu bekommen, die bereits Verträge für die Stellplätze hätten.

Auch für ihn ist der Rathausturmplatz die bessere Wahl, weil dort tagsüber viel mehr Laufkundschaft unterwegs sei, betonte der Chef der Werbegemeinschaft.

Es gab auch Stimmen für den Marktplatz. Unter anderem wegen seiner Nähe zur Altperverstraße, auf der wieder ein alternativer Adventsmarkt stattfinden soll. Außerdem werde der schöne Platz viel zu selten genutzt, führte Peter Lahmann (Grüne) ins Feld. Letztendlich stimmte Volker Reinhardt zu, den Antrag zu ändern und das Thema später noch einmal im Ausschuss aufzugreifen.