Arendsee l Im Arendseer Strandbad herrscht fast noch einmal Hochbetrieb und die Badegäste tummeln sich im Sandstrand und im Wasser. Wem das zu viel Betrieb ist, der weicht oft aus auf die kleineren Badestellen rund um den See. Auch an der Wiese an der Kaskade nutzen viele Arendseer und Urlauber die Gelegenheit zu einem Sprung ins kühle Nass. Decken werden auf der Wiese ausgebreitet. Bänke und Sitzgruppen laden zum Verweilen ein. Dann wird auch gern der Picknickkorb ausgepackt.

Doch irgendwann wird die Frage nach den Toiletten akut. In den nebenan gelegenen „Seeterrassen“ gibt es keine geöffnete. Von dort schickt das Personal die Gäste, die sich ein Eis im Vorbeigehen kaufen, ins Kloster.

Nur für Besucher

Dort gibt es eine Toilette. Allerdings für die Besucher von Heimatmuseum, Klosterkirche und Garten. Die zahlen Eintritt und können auch bei Ausstellungseröffnungen oder Konzerten diese Toilette benutzen.

Aber immer häufiger kommen Badegäste oder Eisesser vom unteren Seeweg hoch und bitten um Einlass in die „Bedürfnisanstalt“. Das ärgert inzwischen Mitarbeiter und Vereinsmitglieder, die permanent darauf hinweisen, dass sie als Klosterverein keine öffentlichen Toiletten vorhalten. Für 50 Cent lassen sie aber dennoch mit sich reden.

Noch keine Anfrage

Obwohl, so ein Vorstandsmitglied, eigentlich die Stadt vorsorgen und wie am Schramper Eck ein Dixiklo aufstellen müsste. „Wir haben bisher dazu noch keine Anfrage vorliegen und wissen auch nicht, um welche Größenordnung es sich handelt“, sagte gestern Annette Wolter vom Ordnungsamt der Einheitsgemeinde Arendsee. Aber bei Bedarf lasse sich eine Lösung finden.