Salzwedel l „Der Kleingartenverein Morgensonne nimmt am diesjährigen Wettbewerb nicht teil“: Das verkündete die Vorsitzende Birgit Buss am Sonnabend pünktlich um 9 Uhr, als der erste Rundgang der 23. Auflage „Den besten Gärtnern auf der Spur“, einer Gemeinschaftsaktion der Volksstimme und des Bezirksverbandes Altmark der Gartenfreunde, starten sollte. Sie fügte hinzu: „Wir sind nicht über die Besichtigung informiert worden.“ An der erweiterten Vorstandssitzung, die sich mit der Thematik beschäftigt habe, habe kein Vorstandsmitglied teilnehmen können, weil diese berufstätig seien.

Eine Veröffentlichung der Termine in der Volksstimme sei für sie nicht satzungskonform, weil viele Mitglieder keine Zeitung hätten. „Wir sind vom Vorstand des Bezirksverbandes nicht über die Zeitpläne informiert worden“, sagte Birgit Buss und merkte an: „Wir sind zum Teil kritisch und werden das auch beibehalten.“ Am Abend zuvor hätten sich die Mitglieder für eine Nicht-Teilnahme ausgesprochen. Hartmut Daasch, Vorsitzender des Bezirksverbandes Altmark der Gartenfreunde, entgegnete, dass er ebenfalls erst am Freitag festgestellt habe, dass „Morgensonne“ bei der Beratung gefehlt habe. Da fehlte die Zeit zum Reagieren.

Leere Parzelle ist ein Bienengarten

Zweite Station in Salzwedel war der Kleingartenverein Kampstücke. „Wir haben 70 Parzellen, wovon eine leer steht. Diese nutzen wir als Bienengarten“, informierte der Vorsitzende Wolfgang Bondeur, der mit Vorstandsmitglied Birte Albrecht die Bewerter Wolfgang Lübbe, Günter Pusch und Kai Ilgenstein beim Rundgang begleitete. Die durchschnittliche Größe der Gärten liege bei 375 Quadratmetern.

Die Kleingärtner würden zweimal im Jahr bei Arbeitseinsätzen mit anpacken, aber auch gemeinsam feiern. Bei der Besichtigung fielen die hohen Hecken auf, die nur teilweise den Blick auf gepflegte Parzellen erlaubten.

Sturmschäden noch sichtbar

Im Kleingartenverein Hilgenholz sind die Sturmschäden des Vorjahres noch nicht beseitigt. „Es muss noch einiges repariert werden“, sagte Hartmut Daasch. Ein, zwei Pächter aus Parzellen, die besonders vom Sturm betroffen gewesen waren, hätten ihre Gärten verlassen. Allerdings sei es dem Vorstand auch gelungen, leere Kleingärten wieder zu vergeben, erklärte der Vorsitzende.

Auch der Kleingartenverein Vogelsang habe mit Leerstand zu kämpfen, ging Hartmut Daasch auf die letzte Station an diesem Tag ein. Hier würden jedoch neue Pächter fehlen. „Uns ist auch aufgefallen, dass es dort unwahrscheinlich viele Nussbäume gibt“, sagte er.

Trockenheit problematisch

Die vorhandene Trockenheit könne den Kleingärtnern nicht angelastet werden. „Es ist nicht möglich, alles zu bewässern. Es ist schon ein trauriger Anblick, wenn sogar die Hecken beginnen zu vertrocknen“, erklärte er.

Augenmerk werde jedoch auf den Zustand der Gärten und auch auf vorhandene Nisthilfen gelegt. In allen drei besuchten Vereinen hatten die Vorstände eine Parzelle für die Bewertung als bester Einzelgarten ins Rennen geschickt.