Salzwedel l Unter dem Motto „Fantastico“ wollen sie die Zuschauer vom 24. bis zum 27. Oktober verzaubern. Dabei zählen sie nicht ausschließlich auf Artisten, sondern bieten ein breites Spektrum an Tieren aus aller Welt. Und sie trotzen damit auch den Gegnern, die sich dafür einsetzten, dass Tiere nicht in den Zirkus gehören. Für die Familie ist klar: „Wir werden so lange es geht, in unserem Zirkus Tiere auftreten lassen“, betont die Pressesprecherin Sonja Probst im Gespräch. Dass bei der Tierhaltung zusätzlich viel Arbeit anfällt, macht ihnen nichts aus.

Stephanie Probst kümmert sich seit ihrer Kindheit liebevoll um die Tiere des Zirkus. Während ihre Geschwister die Manege schon im Kindesalter für sich entdeckten, kämpfte sie gegen ihre Krankheit an. Rheuma macht ihr bis heute das Leben schwer. Die Krankheit verwehrte ihr eine Karriere als Artistin. Rückblickend kann die 32-Jährige heute sagen, dass sie dadurch nur stärker geworden ist und sich nicht entmutigen ließ. Täglich schnappte sie sich die Tiere und fing fleißig an zu trainieren.

Die Tiere müssen Spaß haben

„Sie gaben mir schon immer viel Halt und sind bis heute treu an meiner Seite.“ Zu den 60 Tieren zählen nicht nur Kleintiere wie Esel oder Ziegen, sondern auch Exoten wie die ungarischen Steppenrinder, Zebras oder auch Lamas. Der wahre Star unter den Tieren ist das Zebroid Jumbo, das eine Kreuzung aus Shetlandponny und Zebra ist.

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Lachend verrät Stephanie Probst der Volksstimme, dass diese Mischung nicht beabsichtigt war. „Shetlandpony und Zebra waren unzertrennlich und so entstand Jumbo.“

Damit sich alle Tiere wohlfühlen, geht Probst jederzeit auf die Bedürfnisse der Tiere ein. „Ich beobachte meine Schützlinge aufmerksam. So bekomme ich ein Gefühl dafür, was das Tier leisten kann. Wenn ein Pferd auf der Koppel gerne hochsteigt, studiere ich mit ihm dazu eine Nummer ein. Wichtig ist aber, dass es dem Tier Spaß macht.“

Zudem achtet die Tierpädagogin darauf, dass die Vierbeiner nicht überfordert werden. Aus diesem Grund sind sie in der Show nur fünf bis zehn Minuten im Einsatz.

Auch ältere Tiere reisen weiterhin mit.

Damit sich außerdem der Stress der Tiere bei einem Stadtwechsel in Grenzen hält, werden die Ziele so ausgewählt, dass die Fahrzeit nicht länger als zwei Stunden in Anspruch nimmt.

Damit es nicht zu Inzucht kommt, steht die Familie im ständigen Austausch mit anderes Zirkussen. „Tiere, die schon das Rentenalter erreicht haben und somit nicht mehr auftreten können, reisen trotzdem mit uns mit“, so Sonja Probst. Alle Tiere werden regelmäßig tierärztlich betreut.

Doch nicht nur Tierliebhaber kommen voll auf ihre Kosten. Denn der Circus Probst bietet eine gute Mischung aus tierischen Auftritten und Artistennummern. Hinzu kommt ein sechsköpfiges Orchester, das für die richtige Stimmung sorgt. Somit wird der Zirkus zu einem besonderen Erlebnis für Jung und Alt.