Pretzien l Man könnte behaupten, dass das Steinhafenfest in Pretzien in diesem Jahr unter keinem guten Stern stand. Schließlich war es das siebente seiner Art. Doch dieser Aberglaube schlägt sich tatsächlich nur auf den Wasserstand (Pegel bei Barby 65 Zentimeter) nieder, so dass die nassen Aktivitäten wie eine Vorführung der Wasserschutzpolizei und der Steinhafen-Kanu-Cup am Wochenende ausfallen mussten. Ansonsten ist auch das siebente Steinhafenfest wieder ein voller Erfolg geworden.

„Wir sind zufrieden“, sagt Helko Meyer, Vorsitzender des Fördervereins der Pretziener freiwilligen Feuerwehr. Wie in den Vorjahren zeichnet der 50 Mitglieder starke Verein verantwortlich für die Organisation und Durchführung. Ob an der Cocktailbar, am deftigen Grill oder an der Kuchentheke, überall sind die Vereinsmitglieder - erkennbar an ihren roten Shirts - fleißig am Arbeiten.

Das wissen die Besucher zu schätzen. Das zeigt sich allein schon an der Resonanz. Kaum ein Sitzplatz ist frei, die Hopseburg ist stets von den Kindern in Beschlag genommen und beim Kinderschminken ist sogar Anstehen angesagt.

Bilder

Höhepunkt beim siebenten Steinhafenfest in Pretzien ist der Auftritt von Schlagerstar Ilka Wolf. Die junge, attraktive Frau singt ihre eigenen Songs sowie bekannte Hits wie „99 Luftballons“. Im Anschluss an ihren 45-minütigen Auftritt widmet sich die in Wolmirstedt geborene Sängerin selbstverständlich den Besuchern mit einer Autogrammstunde. In die Schlange reiht sich beispielsweise Helko Meyer ein. Und zwar aus Prinzip. „Ich sammele von jedem Star unserer Steinhafenfeste ein Autogramm“, sagt er.

Doch die Bühne gehört nicht nur Ilka Wolf. Neben den „Crazy Girls“ aus Biere treten hier ebenso der Männerchor „Orpheus Pretzien“, „Glinde 7“ und „Pan“ auf. Am Sonntag gibt es zudem Blasmusik aus Zerbst auf die Ohren der Teilnehmer des Frühschoppens. Es ist eine bunte Vielfalt, die die Gäste zum Verweilen einlädt. Dass das gesamte Paket ankommt, basiert auf der Erfahrung der Fördervereinsmitglieder. „Wir haben zum Beispiel auch einige Jahre gebraucht, um herauszufinden, was den Leuten schmeckt“, sagt Helko Meyer. Denn abgesehen von Bratwurst mit Brötchen, „was immer geht“, wollen die Ehrenamtlichen auch Besonderes anbieten.

Diese Vielfalt wiederum geht nur mit einem starken Team zu gewährleisten. „Wir brauchen auch Freiwillige, die am Freitag zuvor Urlaub nehmen und den Aufbau sowie die Nachtwache übernehmen“, erklärt der Vereinschef. Ins Rudern kamen die Ehrenamtlichen, als der Verein „Rückenwind“ sein Kommen abgesagt hat. „Die Kollegen haben die Kinderbespaßung sonst immer übernommen“, sagt er. Doch die Haushaltsituation im Kreis habe Rückenwind zur Absage gezwungen, erklärt er. „Glücklicherweise haben wir im Verein noch Freiwillige gefunden, die diesen Part in diesem Jahr auch noch übernommen haben“, sagt er freudestrahlend.