Schönebeck l So richtig fassen können Angela und Peter Volz ihren Erfolg noch nicht. Sie haben innerhalb weniger Monate einen Kreativmarkt der Superlative auf die Beine gestellt. Die Schönebecker und ihre Gäste haben das Angebot gerne angenommen. „Wir können es gar nicht in Worte fassen“, sagte gestern Angela Volz. „So viel Zufriedenheit haben wir nicht erwartet. Es ist so schön gewesen, so viele Emotionen.“

Auf ihre herzliche, unkonventionelle Art hat Angela Volz auch den Markt am Sonnabend eröffnet. „Ich bin total glücklich“, sagte die Hauptorganisatorin freudestrahlend. 90 Stände seien aufgebaut und erwarten Besucher. Die gab es schon, als der Markt gerade am Aufbau war - und der Ansturm riss bis zum Abend nicht ab. Geschätzt sind über den Tag mehr als 6000 Besucher da gewesen.

Applaus für Organisatoren

„Vor 15 Wochen war ich beim Bürgermeister und habe die Idee vom Kreativmarkt vorgetragen. Und dass ich glücklich bin, wenn wir 25 Stände zusammen bekommen. Nun sind es sooo viele mehr“, sagte sie und rief von der Bühne über den Marktplatz: „Danke dafür.“ Applaus schallte ihr entgegen. Sie dankte allen, die in welcher Form auch immer unterstützt haben: Stadtverwaltung, Sponsoren und Spendern. Ihr Mann Peter, der sie tatkräftig unterstützt hat, erklärte, was denn die Leiter auf der Bühne zu suchen hat: „Sie hat eine symbolische Bedeutung: Das ist die Erfolgsleiter für Schönebeck. Noch ist sie klein, aber sie wird wachsen. Davon sind wir überzeugt.“ Oberbürgermeister Bert Knoblauch konnte nur Danke sagen. Danke, dass aus einer rein privaten Initiative und mit vielen Unterstützern und Mitstreitern so ein Kreativmarkt organisiert wurde. „Das wünsche ich mir für den Marktplatz - ihn als ,Wohnzimmer‘ zu nutzen. Wir zeigen, wie schön unser Schönebeck ist“, so das Stadtoberhaupt. Er hoffe, dass erster Kreativmarkt bedeutet, dass es auch einen zweiten gibt. „Natürlich“, betonte Angela Volz gestern. Bei so viel guter Resonanz werde es eine Neuauflage geben.

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Ein Ort der Begegnung

Der Marktplatz ist am Sonnabend das gewesen, was er sein soll: ein Ort der Begegnungen und des kreativen Austausches. Vom Aufbau an waren die Stände gut besucht. Zeit zum Durchatmen blieb den Ausstellern kaum. Doch das wollten sie auch nicht. Sie wollten miteinander ins Gespräch kommen, über ihre kreativen Tätigkeiten plaudern, mit ihren Stücken Freude weitergeben. Drei Beispiele: Vor Ort auch die Kulturwerkstatt Gommern. „Als ich davon gehört habe, war klar, natürlich machen wir mit und präsentieren unsere Kurse“, sagte Giesela Scheffler. Die Schönebeckerin gehört zum Vorstand. Nur ein paar Schritte weiter zogen die Marionetten von Christa John die Blicke auf sich. „Ich möchte meine selbstgemachten Puppen nicht verkaufen, nur damit das Fest bereichern“, so die Schönebeckerin schmunzelnd. Oder Olaf Kriebel, Marlies und Heinrich Kuhnert. Sie zeigten als Vertreter der Interessengemeinschaft Gewerbetreibende Calbe altes Handwerk: Stuhlflechtarbeiten, Polsterarbeiten, Aufarbeiten alter Möbel.

Die Marktbesucher waren eingeladen, zum Schauen, Probieren und Ideensammeln. Im Idealfall haben sie selbst Lust auf Kreatives bekommen und sind im nächsten Jahr mit einem eigenen Stand dabei.