Eggersdorf l Drei erlebnisreiche Tage liegen nun hinter den Mitgliedern des Eggersdorfer Schützenvereins „Hubertus“ und ihren geladenen Gästen aus der Steiermark. Eine 10-jährige Partnerschaft pflegt der ortsansässige Verein mit den Schützenschwestern und -brüdern aus dem gleichnamigen Ort – aus Eggersdorf in Österreich.

Am Donnerstagabend fand nach einer zweijährigen Begegnungs-Pause der beiden befreundeten Vereine wieder ein Treffen im Eggersdorfer Sport- und Freizeitzentrum statt. Herzlich wurden die Gäste empfangen, die Wiedersehensfreude war bei allen sichtbar und an Umarmungen wurde nicht gespart. Nach den offiziellen Begrüßungsansprachen der Verantwortlichen, dem Austausch von Gastgeschenken, wurde nun zum Abendessen eingeladen. Die Mitglieder des gastgebenden Vereins haben keine Kosten und Mühe gescheut und bewirteten ihre Gäste mit deftigen, bördetypischen Spezialitäten. In gemütlicher Runde wurde anschließend über die Vereinsarbeit gefachsimpelt, Erfahrungen und Anregungen ausgetauscht. Am Freitag stand eine gemeinsame Fahrt nach Bernburg, verbunden mit einer Dampferfahrt, auf dem Programm. Das Wetter zeigte sich von seiner guten Seite, so dass es sich auf dem Sonnendeck des Schiffes besonders gut plaudern ließ.

Mit Pferdegespannen durch die Orte

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Ein großer Empfangsabend in der Bördelandhalle rundete das Tagesgeschehen ab. Bördelands Bürgermeister Bernd Nimmich und der Vorsitzende des Eggersdorfer Schützenvereins, Frank Lichtenfeld, begrüßten nun offiziell ihre Gäste aus Österreich, geleitet vom stellvertretenden Bürgermeister Johannes Zaunschirm, dem Oberschützenmeister Bernd Hottowy sowie dem Vorsitzenden des Schützenvereins der Partnergemeinde, Bernd Bauer.

Zu den geladenen Gästen zählten unter anderem auch die Ortschaftsbürgermeister der sieben Ortsteile Bördelands sowie die Bereichsleiter der Gemeindeverwaltung, denn seit Juni 2011 pflegen die beiden „Eggersdorfs“ nun schon partnerschaftliche Beziehungen. Und diese Partnerschaft soll auch weiterhin Bestandteil in ihrer Arbeit bleiben. Mit dem symbolischen Anschnitt einer mit den Wappen der beiden Gemeinden verzierten Torte wurde dieses Vorhaben bekräftigt.

Ein öffentliches Schauprogramm, gestaltet vom Spielmannszug Biere, dem Eggersdorfer Frauenchor und den Tänzerinnen der „Crazy Girls“ schloss sich an, sorgte für Unterhaltung und rundete den Abend ab.

Am Sonnabend unternahmen die Schützen und ihre Gäste eine Kremserfahrt, die durch alle Ortsteile der Einheitsgemeinde führte. In Welsleben begrüßte Ortsbürgermeister Steffen Kaden, gemeinsam mit Angehörigen des Familienunternehmens der Firma Natho, die Gäste. Es folgte eine Betriebsbesichtigung mit anschließender Verkostung des dort hergestellten umfangreichen Getränkesortiments.

Mit drei Pferdegespannen ging es nun weiter über Biere zum nächsten Treffpunkt, dem Eickendorfer Traditionshof. Hier empfing Gemeindeoberhaupt Marco Schmoldt, gemeinsam mit Erika Fläschendräger und der Trachtengruppe des örtlichen Heimatvereins die Gäste. Die Mitglieder der Gruppe zeigten sich nicht nur in ihren schönen alten, bördetypischen Trachten, sondern führten die Gäste auch durch ihre wunderschön gestaltete Heimatstube sowie den großen Ausstellungsraum mit seinen vielfältigen, liebevoll aufgearbeiteten landwirtschaftlichen Geräten aus längst vergangenen Zeiten.

Ein anschließendes Mittagessen auf dem Traditionshof mit Zwiebelkuchen, bördetypischer Kartoffelsuppe, Fettstulle und weiteren Schmanckerln beendete den Zwischenstopp im Ort.

Jetzt ging es weiter in Richtung Großmühlingen, begleitet von dem Geklapper der Pferdehufe auf dem Asphalt und angeregten Unterhaltungen auf den einzelnen Wagen. Noch kurz ein Abstecher zum Renaissance-Schloss, vorbei an den Ferkelaufzuchtställen ging es über den Weinberg in Richtung Zens. Gemeindechef Frank Arend empfing hier mit Fahnenschwingern den Kremsertross und leitete ihn durch den kleinsten Ortsteil Bördelands.

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Die Rundfahrt endete in Kleinmühlingen, dem sportlichsten Dorf mit den meisten Vereinen. Nach herzlicher Begrüßung durch den jüngsten Ortsbürgermeister der Gemeinde Bördeland, Tim Sroka, ging es dann auch gleich in die neu erbaute Sporthalle des Dorfes. Hier wartete schon Sabine Nagel, Übungsleiterin des ortansässigen Kunstradsportvereins, mit ihren jüngsten Damen, um den Gästen Kunstraddarbietungen zu zeigen.

Viktualien-Korb und weitere interessante Gast

Die Frauen der Volkssolidarität haben im Vorfeld für reichlich Selbstgebackenes gesorgt und die Kaffeegäste wurden nun liebevoll von jungen Feuerwehrfrauen bewirtet.

Der anschließende Besuch des Kleinmühlinger Radsportmuseums war natürlich ein Muss. Das radsportbegeisterte Ehepaar Schäfer führte durch die Räumlichkeiten und bot zusätzlich noch Fahrübungen auf historischen Rädern an, die von einigen ganz tapferen Besuchern angenommen wurden und auch noch für ungewollte Belustigung sorgten.

In der Großmühlinger Landgaststätte Loose wurde nun die Abschlussveranstaltung durchgeführt, bei der auch die Ortsbürgermeister der sieben Ortsteile anwesend waren. Sie und auch die Eggersdorfer Schützen bedankten sich nochmals bei den Gästen aus Eggersdorf bei Graz für das Gastgeschenk, einen prall gefüllten Viktualien-Korb, oder auf Deutsch gesagt: für einen Korb mit typischen Leckerbissen aus der Steiermark.

In ihren Abschlussreden bedankten sich die Gäste bei den Gastgebern nochmals für die vorbildliche Organisation und Durchführung, für die ausgezeichnete Verpflegung in allen Ortsteilen und natürlich für die herzliche Gastfreundschaft, die ihnen überall entgegengebracht wurde. Die Einladung auf einen Gegenbesuch wurde mit kräftigem Beifall quittiert.

Bürgermeister Bernd Nimmich würdigte besonders die Aktivitäten der Eggersdorfer Schützengilde „Hubertus“, die im Vorfeld aufwändige Arbeit geleistet hatte, er dankte seinen sieben Amtskollegen für die Unterstützung.

Aber das Hauptziel sollte nicht aus den Augen verloren werden: die freundschaftliche Beziehung und Zusammenarbeit der beiden Gemeinden Eggersdorf aus der Steiermark und Sachsen-Anhalt muss weiter gepflegt werden.