Calbe l Großer Bahnhof hat gestern Mittag an der Kreuzung Nienburger Straße/Brückenstraße geherrscht. Landesverkehrsminister Thomas Webel (CDU) gab sich ein Stelldichein mit dem Präsidenten der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) Uwe Langkammer sowie Vertretern der Regionalbereiche Mitte und West, beteiligten Vertretern des Salzlandkreises, der Saalestadt, des Abwasserzweckverbandes „Saalemündung“ und Vertretern der Landespolitik.

Mit dem Projekt der südlichen Ortsumfahrung von Calbe, die man im Sommer 2017 vollenden wolle, habe man eigentlich schon 2012 begonnen, erinnerte Webel vor versammelter Runde. „Ein Rückbau für eine solche Maßnahme war unumgänglich“, so der Minister. Gemeint war der Abriss von Wohngebäuden, um Platz zu machen für die eigentliche Neubautrasse vom heutigen Kreuzungsbereich (künftiger Kreisverkehr) in Richtung Heimstättensiedlung. Der eigentliche Planfeststellungsbeschluss für das rund 1,6 Kilometer lange Millionen-Projekt des Landes erfolgte 28. März 2011.

Auch Schleusenbrücke gesperrt

Der Abschluss des ersten Bauabschnitts steht nun kurz bevor. Das Aufbringen der Schwarzdecke macht eine Vollsperrung der Brückenstraße als Abschnitt der Landesstraße 65 erforderlich. Diese wird von Dienstag, 1. Dezember, ab 9.30 Uhr bis voraussichtlich 16. Dezember andauern. Kraftfahrer müssen die Umleitung über Nienburg nehmen (siehe Grafik).

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Bürgermeister Sven Hause (parteilos): „Darauf haben wir 20 Jahre gewartet“. Er machte in diesem Zusammenhang aber auch auf zwei „kritische“ Tage aufmerksam, da sich am 1. und 2. Dezember ebenfalls eine Vollsperrung der Schleusenbrücke als einzige feste Zufahrt nach Gottesgnaden mit der Brückenstraßensperrung überschneidet. Der Grund: Die Schleusenbrücke wird mit schwerem Gerät verstärkt, um im kommenden Jahr für die geplanten Maßnahmen zur Eindeichung gerüstet zu sein. „Die Fährzeit wird für diesen Zeitpunkt ausgeweitet“, kündigt Hause an. Aufgrund von Bürgerhinweisen wird der derzeit aufgeweichte Bereich zwischen Fähre und Schloßbrücke über den Mühlgraben ausgebessert werden. Kraftfahrer werden um Verständnis gebeten.