Eickendorf l „Alle Jahre wieder“ - eine Tradition in Eickendorf wird fortgesetzt. Auch in diesem Jahr wird bei der Nikolausveranstaltung am Sonntag in der Eickendorfer Sporthalle ein Märchen aufgeführt. Zur Generalprobe am Dienstagabend treffen sich die Mitglieder des Traditions- und Heimatvereins sowie 14 Kinder und die Erzieher der Kindertagesstätte Kunterbunt. Beim Betreten der Sporthalle spürt man die Anspannung aller Mitwirkenden. Nicht nur auf der Bühne, auch hinter der Kulisse macht sich leichte Nervosität bemerkbar.

Die Vorfreude auf den bevorstehenden Auftritt führt bei allen Beteiligten zu leichten Unsicherheiten. Aus diesem Grund bleibt das Eingreifen der Regisseurin nicht aus. So lässt sie Textpassagen oder Teile von Szenen wiederholen. Christa Hoyer, Vorsitzende des Traditions- und Heimatvereins, nutzt die Generalprobe, um dem Stück den letzten Feinschliff zu verleihen. Sie schrieb auch in diesem Jahr das Drehbuch und übernahm die Regie. „Wichtig dabei ist es, sich am Vorbild der Gebrüder Grimm zu orientieren“ sagt Christa Hoyer.

Die Verteilung der Rollen lag in ihren Händen. So besetzt sie die Rolle des Aschenputtel mit Susanne Luther, Mitglied im Elternkuratorium der Kindertagesstätte Kunterbunt. Die Rolle von Prinz Schmoldino ging an Marco Schmoldt, Ortsbürgermeister von Eickendorf. Die Rolle des Vaters vergibt sie an Bernd Nimmich, Bürgermeister von Bördeland. „In diesem Jahr war es mir leider nicht möglich, Bernd Nimmich mit der Rolle des Königs zu betrauen, da in meiner Version von Aschenputtel kein König vorkommt“, betont Christa Hoyer.

Worte, die erheitern

Natürlich sind auch die Bürgermeister Marco Schmoldt und Bernd Nimmich bei der Generalprobe vor Ort. Sie wollen es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen lassen, bei der Aufführung mitzuwirken. Die Anweisungen der Regisseurin machen auch vor dem Prinzen nicht halt. So legt sie ihm nahe, beim Gang durch den Festsaal einen kleineren Bogen zu gehen, da dort am Sonntag das Publikum sitzen werde. Darauf erwidert er mit einem Lächeln: „Wenn Prinz Schmoldino kommt, mache das Volk schon Platz.“ Diese Worte tragen zur Erheiterung aller bei.

Nach der letzten Szene sind alle Darsteller und Christa Hoyer zufrieden mit dem Verlauf der Generalprobe. Jetzt steht dem Auftritt am Sonntag ab 15 Uhr nichts mehr im Wege.