Schönebeck l Ein neues Präventionsgesetz ist im Juli 2015 verabschiedet worden – ab 1. Januar 2016 soll es in Kraft treten, zur Stärkung der Gesundheitsförderung und Vermeidung von Krankheiten dienen, weshalb sich auch die Heilbäderverbände damit beschäftigen. Auch wenn es bekanntermaßen einige Zeit bis zur Umsetzung dauere, wolle man in den Heilbäderverbänden gut vorbereitet sein, äußerte Christian Kirchner, stellvertretender Vorsitzender des Brandenburgischen Verbandes. Als Leiter der Arbeitsgruppe „Prävention“, die sich innerhalb des Kooperationsverbundes der Heilbäderverbände Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg gegründet hatte, war er mit einer Delegation nach Salzelmen gekommen. Im Kunsthof Bad Salzelmen hatte der Schönebecker Solepark die Mitglieder der Arbeitsgruppe empfangen, um dort ein Arbeitstreffen abzuhalten und sich gegenseitig über den derzeitigen Planungsstand zu informieren.

Von dem Ambiente, in das Solepark-Betriebsleiterin Sibylle Schulz eingeladen hatte, zeigten sich die Gäste beeindruckt. „Das Gradierwerk ist ein riesiger touristischer Anziehungspunkt“, schwärmte beispielsweise Christian Kirchner. In das Bauwerk investiertes Geld sei nie fehlinvestiert, sagte er. Im Bereich Prävention, so stellten die Vertreter der Arbeitsgruppe heraus, konzentriere sich jedes Bundesland auf einen anderen Bereich, den es im Rahmen des Präventionsgesetzes konzeptionell erarbeite. So solle in Sachsen-Anhalt das Thema „Bewegungsarmut in Familien“ bearbeitet werden. Der Solepark erarbeitet dafür derzeit mehrtägige Angebote für Familien mit Kindern, um mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren. Motivation und Spaß sollen dabei im Vordergrund stehen. Der Brandenburgische Kurorte- und Bäderverband konzentriere sich hingegen auf die Entlastung und Erholung pflegender Angehöriger. Hier seien unter anderem dreiwöchige Kuren für Pflegende geplant – Zeit, in der auch der zu Pflegende untergebracht werden muss. Der Bereich Sachsen konzentriere sich auf den gesunden Rücken, wie berichtet wurde. Dass drei Heilbäderverbände gemeinsam Angebote entwickeln, sei eine Besonderheit, die es kein zweites Mal gebe, machte Sibylle Schulz deutlich.