Schönebeck l Es geht auch ohne die Politik und auf kommunaler Ebene von Rathaus zu Rathaus: Die Städtepartnerschaft zwischen dem niedersächsischen Garbsen und der Elbestadt Schönebeck lebt in diesem Jahr wieder von dem Engagement der Menschen in beiden Orten. Es wird zahlreiche Einladungen und Besuchen hüben wie drüben geben. „Es ist ganz schön viel, was mit Garbsen passiert“, freute sich der Vorsitzende des Partnerschaftsvereines Schönebeck, Helmut Huppertz.

Bei der erweiterten Vorstandssitzung hatten die einzelnen Arbeitsgruppenleiter die Gelegenheit, Informationen zum Stand und zum Jahresplan vorzutragen. So berichtete Markus Baudisch (Arbeitsgruppe Garbsen), dass in vier Wochen eine Gruppe der Garbsener Lions zu den Lions nach Schönebeck kommen wird. Wenn Ende Mai das Brunnenfest mit gleichzeitiger Eröffnung des neugestalteten Marktplatzes in der Altstadt von Schönebeck stattfindet, dann sollen auch Bürger der Partnerstadt Garbsen eingeladen werden.

Auch auf dem Gebiet des Sports finden regelmäßige Besuche statt. So freuen sich die Niedersachsen bereits auf den Drei-Brücken-Lauf Ende September an der Elbe, die Schönebecker Läufer sind vier Wochen zuvor zum beliebten Citylauf nach Garbsen eingeladen.

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Operettensommer fest gebucht

Fest im Terminplan der Garbsener steht inzwischen auch der Schönebecker Operettensommer. Schon im Oktober wurden dafür die Karten und der Bus gebucht. In diesem Jahr werden die Gäste am 9. Juli auf dem Bierer Berg erwartet. „Geplant ist an diesem Tag für die Besucher eine Stadtrundfahrt und ein Rundgang im Tiergarten Bierer Berg“, berichtete Hans-Peter Wannewitz, Pressesprecher der Stadtverwaltung und gleichzeitig Vereinsmitglied. Der Oberbürgermeister wird die Gruppe begleiten.

Rund 10 000 Besucher erwarten die Garbsener, wenn am 13. August die NDR-Sommertour in der Stadt Station macht. Dazu sind selbstverständlich auch die Schönebecker zu einer Tagestour nach Niedersachsen aufgerufen.

Wie bereits vor einigen Monaten angekündigt, soll die alte Partnerschaft nach Pardubice (Tschechien) wieder belebt werden. Wie Helmut Huppertz berichtete, blieben alle bisherigen schriftlichen Kontakte mit der dortigen Stadtverwaltung unbeantwortet. Zudem soll es bereits wieder einen Wechsel im Amt des Bürgermeisters gegeben haben.

Um auszulosen, ob die Tschechen generell noch an der Partnerschaft interessiert sind, wird sich Mitte/Ende April eine kleine Abordnung aus Schönebeck auf den Weg gen Südosten machen. Eventuell wird der Oberbürgermeister als Privatperson mit dabei sein.

Söke ist derzeit gefährlich?

Ursprünglich geplant war in diesem Jahr ein Tour in die Türkei in die Partnerstadt Söke. „Von dort haben wir seit Ewigkeiten nichts gehört“, berichtet Michael Schulz. Da die politische Situation nach den Terroranschlägen und der Flüchtlinge in dem Land nicht einfach ist, vermuten die Mitglieder des Städtepartnerschaftsvereines, dass die Söker derzeit andere Probleme haben. „Wir werden nicht drängen“, so Schulz. Ein mögliches Treffen in diesem Jahr würde unter einem besonderen Stern stehen: dem 20-jährigen Bestehen der Partnerschaft.

Unbeantwortet bleib bisher eine erste Kontaktaufnahme nach Stellenbosch (Südafrika). Zur Erinnerung: Nicolaas Cleef aus Groß Salze ist im 17 Jahrhundert dorthin ausgewandert und hat ein Weingut gegründet. Wein von diesen Bergen wird heute sogar in Schönebeck verkauft. Die Mitglieder des Partnerschaftsvereines wollen nicht aufgeben und nochmals den Kontakt in den Süden des afrikanischen Kontinents suchen.

Weiter in Vorbereitung sind in diesem Jahr konkrete Schritte in Richtung Polen und Norwegen. „Ist geht uns vor allem darum, dass wir die Menschen in die Partnerschaft einbinden und nicht vorrangig die staatliche Ebene“, so Vorsitzender Helmut Huppertz.