Pömmelte/Bernburg (fm) l Das Ringheiligtum Pömmelte wird vorerst vom Salzlandkreis betrieben. Das geht aus einer Mitteilung der Kreisverwaltung vom Mittwoch hervor. Darin schreibt Pressesprecherin Alexandra Koch: „Das Salzlandmuseum wird die zeitweilige Betreibung des Ringheiligtums Pömmelte übernehmen. Dazu wird eine befristete Stelle Marketing und Organisation ausgeschrieben werden. Weiterhin wird ein Hausmeister eingesetzt, der die Liegenschaft in Pömmelte gemeinsam mit anderen Liegenschaften in Schönebeck betreut.“ Die Verkehrssicherungspflicht werde hingegen durch den Fachdienst Zentraler Service der Kreisverwaltung abgesichert.

Für die dauerhafte Betreibung des Ringheiligtums sei vorgesehen, sie zum Juli 2017 einem externen Dritten zu übertragen. „Die fachliche Vorbereitung der Ausschreibung wird durch den Fachdienst Kreis- und Wirtschaftsentwicklung, Bauen und Umwelt in enger Abstimmung mit dem den Fachdienst Bildung und Kultur erfolgen“, so Alexandra Koch.

"Lösungsansätze"

Um die „reibungslose öffentliche Nutzung“ des Ringheilitums Pömmelte durch Besucher zu garantieren, präsentiere die Landkreisverwaltung „Lösungsansätze“ zur Betreibung der Anlage. Denn nach der Fertigstellung, die mit Eröffnung zur Sommersonnenwende am 21. Juni gefeiert werden soll, stecke sich der Salzlandkreis neue Ziele. Die Region solle durch nationale und internationale Vermarktung der Anlage gestärkt werden, so Landrat Markus Bauer. „Wir wollen Geschichte greifbar machen und mit Leben füllen“. Und weiter: „Die Aufwertung, die durch Realisierung der Anlage im Tourismus erfolgt ist, soll auch positiv in der steigenden Lebensqualität für die Bürger spürbar werden“, erläutert der Verwaltungschef die Absichten.

Bis zur feierlichen Eröffnung am 21. Juni soll vor Ort noch ein Aussichtsturm für 300000 Euro entstehen. Was bislang fehlt, sind Infotafeln sowie eine Toilette. In die Kritik geraten ist auch die sehr schmale Zufahrtstraße. Die Organisatoren des Oldtimertreffens „Ohre Classic“ hatten den Ort als einen ihrer Ziele auserkoren, mussten davon aber unter anderem aus diesen Gründen Abstand nehmen.