Schönebeck l „Es gibt immer wieder Menschen, denen 20 Meter Fußweg von der Baderstraße zur Elbe zu viel sind. Wenn das jeder so machen würde ...“, macht Dirk Tempke seinem Ärger Luft. Der Schönebecker musste mit ansehen, wie ein Auto direkt auf dem Salzblumenplatz hielt – damit die Insassen aus dem Wagen heraus den Blick auf die Elbe genießen konnten. Und das sei kein Einzelfall. „Wir als Anwohner müssen immer wieder feststellen, dass der Platz im Frühjahr und Sommer oft zweckentfremdet genutzt wird.“

Das Thema „Parken, wo es nicht erlaubt ist“ würden die Politessen der Stadt sehr ernst nehmen, sagt Stadtsprecher Matthias Zander. Die Mitarbeiterinnen des Ordnungsbereiches würden regelmäßig den sogenannten ruhenden Verkehr kontrollieren – auch in der Baderstraße. Hinweise, so Matthias Zander, können auch über das Ordnungsamt oder über den Melder „Sag‘s uns einfach“ auf der Internetseite der Stadt erfolgen.

Warum Halteverbot?

Und Dirk Tempke hat noch ein zweites Anliegen: „Uns Anwohnern leuchtet zudem bis heute nicht ein, weshalb für die gesamte Baderstraße elbseitig seit etwa zwei Jahren ein absolutes Halteverbot gilt.“ 20 Jahre lang sei hier das Parken erlaubt gewesen. „Hier schuldet uns das Ordnungsamt bis heute eine schlüssige Erklärung“, betont der Schönebecker.

Stadtsprecher Zander verweist auf den dortigen Bau der Hochwasserschutzanlage. Es gibt nun dort ein Fundament, worauf bei Hochwasser die mobilen Schutzelemente aufgestellt werden. „Hierbei kam es zu einer nicht vermeidbaren Veränderung an der Höhe der oberen Stufe.“

Im Vergleich zum ursprünglichen Maß sei die Stufe nun zwei Zentimeter höher. Aufgrund dessen sei das Öffnen von Autotüren mit Standardmaßen, die am Fahrbahnrand parken, nicht mehr problemlos möglich. Um Kraftfahrer, die dort parken wollen, vor dem Beschädigen der Türen „zu schützen, konnte nur ein absolutes Halteverbot angeordnet werden“, erklärt Matthias Zander die Hintergründe. Als Alternative stehe der neben dem Salzblumenplatz angelegte Parkplatz zur Verfügung.