Für kleine Hunde reicht schon ein Gebüsch am Wegesrand, um sich zu entledigen. Schwieriger wird es bei größeren Vierbeinern – oder, wenn weit und breit kein Busch zu sehen ist, in dem das Geschäft still und würdevoll hinterlassen werden kann. Dann muss Pfiffi schon mal mitten auf den Weg machen.

Damit das Häufchen dann nicht anderen zum Verhängnis wird – die nicht gerade wohlriechende braune Substanz klebt gerne mal unter der Schuhsohle –, hat sich die Städtische Wohnungsbau GmbH (SWB) schon vor Jahren etwas einfallen lassen: das Hunde-WC.

Praktische Säulen

Die praktischen Säulen, die es im ganzen Stadtgebiet verteilt gibt, bestehen aus einem Behälter mit Plastiktüten und einem, in den dann Bellos großes Geschäft kommt.

So weit, so gut. Blöd ist es nur, wenn die Tüten leer sind, und/oder der Behälter für die Entledigungen randvoll. Und genau das wird derzeit heiß – oder sollte man eher lauwarm sagen? – bei Facebook.

Lobby für Wuffi

Da steht dann vom Hundefreund geschrieben: „Es ist begrüßenswert, dass auch Wuffi eine Lobby hat, aber was tun, wenn es in dem rammelvollen Behälter keine Chance mehr gibt, die Hinterlassenschaften loszuwerden?“ Und Tüten gebe es auch schon seit längerer Zeit nicht mehr, beobachten die Hundebesitzer.

SWB-Chefin Sigrid Meyer klärt auf: „Auf Tüten verzichten wir seit einiger Zeit, weil die sonst regelmäßig im Stadtgebiet rumfliegen.“ Sie ist der Meinung, dass jeder Hundebesitzer selbst Plastiktüten mit sich tragen sollte. Das Hundeklo werde übrigens im Rahmen der normalen Mülleimer-Leerungen von Bauhof-Mitarbeitern regelmäßig entleert.

Eine Hundebesitzerin, die grundsätzlich die Hundeklos der SWB sehr begrüßt, hat eine Idee: Man könne von dem Platz, den der Behälter für Plastiktüten wegnimmt, einfach einen noch größeren Behälter für die Entledigungen aufstellen. Oder in anderen Worten: Es braucht dringend mehr Raum für Hundekot in Schönebeck!