Schönebeck/Halle l „Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra. Neue Horizonte“ lautet der Titel der geplanten Landesausstellung, die ab dem 4. Juni 2021 im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle zu sehen sein wird. Und auch der Salzlandkreis wird Teil dieser Schau. Denn im Schönebecker Salzlandmusem soll es eine Korrespondenzausstellung geben. „Im Salzlandmuseum wird es eine kleine Sonderschau in den Monaten August bis November 2021 zur Landesausstellung geben“, informiert Landrat Markus Bauer (SPD) in einer Mitteilung. Diese werde konzeptionell in Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum vorbereitet.

Thema der Ausstellung im Salzlandmuseum sind die Ausgrabungen am Ringheiligtum Pömmelte in den letzten Jahren bis hin zu den aktuellen Grabungskampagnen.

Fördermittel für Vitrinen

„Eine weitere Voraussetzung für die Realisierung der Sonderausstellung ist die Beschaffung von neuen Vitrinen“, heißt es in der Mitteilung. Dazu wurde durch den Förderverein Salzlandmuseum beim Landesverwaltungsamt ein Fördermittelantrag gestellt.

Ergänzend zur Ausstellung im Schönebecker Salzlandmuseum sind wissenschaftliche Vorträge geplant. Unter anderem von Dr. Wolfgang Haak vom Max-Planck-Institut. Doch: „Die Referenten stehen, aufgrund der Pandemie, zurzeit allerdings noch nicht für eine terminliche Abstimmung für das Jahr 2021 zur Verfügung“, berichtet der Landrat.

Sonderschau im Salzlandmuseum

Während die Korrespondezausstellung im Salzlandmuseum von August bis November 2021 gezeigt werden soll, gibt es die Sonderschau „Die Himmelsscheibe von Nebra. Neue Horizonte“ im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle bereits ab dem 4. Juni 2021 bis zum 9. Januar 2022 zu sehen.

Präsentiert werden sollen nach Angabe des Landesmuseums im Rahmen der Ausstellung die Ergebnisse der Forschungen rund um die Himmelsscheibe der vergangenen 20 Jahre, in einer einzigartigen Verknüpfung von Naturwissenschaft, Archäologie, Gesellschaftstheorie und Kunst.

Leihgaben aus dem In- und Ausland

„Neue Funde und Befunde aus Sachsen-Anhalt werden durch hochrangige Objekte von über 50 Leihgebern aus dem In- und Ausland ergänzt und in bewährt exklusiver Gestaltung in Szene gesetzt“, heißt es seitens des Landesmuseums für Vorgeschichte. Unter den Objekten von Leihgebern befindet sich beispielsweise das goldenen Cape von Mold oder auch der Goldhut von Schifferstadt.

So sollen zudem neueste Erkenntnisse zum Fernhandel, gesellschaftlichen Eliten, Glaubensvorstellungen, monumentalen Grab- und Ritualbauten und der Genetik thematisiert werden. „Für den Besucher entsteht das faszinierende Bild eines vernetzten Europas am Ende der Steinzeit und während der Bronzezeit mit Fürstengräbern, goldenen Ritualobjekten, Kultanlagen und Importen aus dem Orient.“ Den roten Faden der Landesausstellung bildet die zeitliche Ordnung des archäologischen Kulturguts vom Ende der Steinzeit bis in die mittlere Bronzezeit – etwa 1400 Jahre Menschheitsgeschichte.