Schönebeck l Für das Bankwesen auf dem städtischen Gelände ist die Stadtverwaltung verantwortlich. „Auf dem Stadtgebiet gibt es etwa 760 Bänke“, erklärt Pressesprecher Frank Nahrstedt.

„Darunter zählen Sitzgelegenheiten im Kurpark, auf Friedhöfen, Spielplätzen und weiteren öffentlichen Plätzen“, so Nahrstedt in einer Pressemitteilung. „Die Bänke werden durch die Stadt Schönebeck errichtet, gepflegt und repariert.“

Ersatzbank im Kurpark

Tatsächlich befinden sich die öffentlichen Sitzgelegenheiten größtenteils in einwandfreiem Zustand. Bei einem Rundgang durch die Stadt wird der Ruf nach einer Ersatzbank nur an einer Stelle – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – laut: Im Kurpark, in der Nähe des Dr.-Tolberg-Saals, fehlen die Sitzbretter an einem Teil einer Dreierkombination. Apropos Kurpark: Schönebecks Hotspot für Erholungssuchende und Touristen hat sich in den letzten Jahren zum Bankenviertel gemausert. Zahlreiche Bänke, unterschiedlichster Beschaffenheit, Form und Farbe finden sich hier. Überhaupt ist Schönebecks Bankenlandschaft außerordentlich vielfältig. „Im Stadtgebiet gibt es Bänke unterschiedlichster Beschaffenheit, beispielsweise die robuste Lochblechbank, Bänke mit Betonsockel und Holz, Bänke mit Metallsockel und Holz, einzelne Sitzgelegenheiten wie am Solegraben oder Bänke zum Draufhocken“, sagt Frank Nahrstedt. Auf der Salineinsel und dem Soleschiff im Kurpark seien zudem bequeme Sonnenliegen zu finden.

Schönebecks Bänke im Stresstest

Schönebeck (yk) l Schönebeck entpuppt sich als wahre Bankenmetropole. Wo lässt es sich am besten sitzen?

  • Hier muss einen Ersatzbank her! Foto: Andre Schneider

    Hier muss einen Ersatzbank her! Foto: Andre Schneider

  • Martin und Sarah auf der Bank im Rosengarten (Kurpark).  Foto: Andre Schneider

    Martin und Sarah auf der Bank im Rosengarten (Kurpark). Foto: Andre Schneider

  • G-Junioren von Union Schönebeck, von links Trainer Manfred Arend, Ferdinand, Matteo, Noah, Elias, Johann und Trainer Simon Krüplin.  Foto: Andre Schneider

    G-Junioren von Union Schönebeck, von links Trainer Manfred Arend, Ferdinand, Matteo, Noah, E...

  • Lieblingsbank von OB Bert Knoblauch.  Foto: Andre Schneider

    Lieblingsbank von OB Bert Knoblauch. Foto: Andre Schneider

  • Bänke-Seite Schönebeck, Kerstin und Rolf Kalhöfer aus Frankfurt (Main) am Marktplatz.  Foto: Andre Schneider

    Bänke-Seite Schönebeck, Kerstin und Rolf Kalhöfer aus Frankfurt (Main) am Marktpla...

  • Freie Platzwahl im Kurpark.  Foto: Andre Schneider

    Freie Platzwahl im Kurpark. Foto: Andre Schneider

  • Bank vor der Bank in Bad Salzelmen.  Foto: Andre Schneider

    Bank vor der Bank in Bad Salzelmen. Foto: Andre Schneider

  • Dirk Schulz am Bahnhof Schönebeck.  Foto: Andre Schneider

    Dirk Schulz am Bahnhof Schönebeck. Foto: Andre Schneider

  • René Kähne (von links), Amy Bollmann und Benjamin Meyer im Salinepark.  Foto: Andre Schneider

    René Kähne (von links), Amy Bollmann und Benjamin Meyer im Salinepark. Foto: Andre Sch...

  • Jugendliche im Salinenpark - die brauchen keine Bank.  Foto: Andre Schneider

    Jugendliche im Salinenpark - die brauchen keine Bank. Foto: Andre Schneider

  • Bank am Schmetterlingsteich im Tannenwald.  Foto: Andre Schneider

    Bank am Schmetterlingsteich im Tannenwald. Foto: Andre Schneider

  • Gesponserte Bank im Kurpark von Tischlerei Schmidt/Edler (Barby) und Öko-Control Schönebeck.  Foto: Andre Schneider

    Gesponserte Bank im Kurpark von Tischlerei Schmidt/Edler (Barby) und Öko-Control Schöne...

Besetzt waren diese bei einem Rundgang allerdings nicht. Dafür aber viele andere. Auf der Salineinsel zum Beispiel. Benjamin Meyer nahm mit ein paar Freunden auf einem Möbelstück auf dem Spielareal Platz. „Besonders flauschig ist sie nicht“, sagte er lachend auf die Frage nach dem Komfort. Ob sich eine Plüschbank ins Schönebecker Bankensystem integrieren lässt, bleibt allerdings fraglich.

Blick auf Sandbank

Etwas weiter nimmt eine Gruppe Jugendlicher eine Bank in Beschlag, die eigentlich keine ist. Da sie in den Ferienzeiten keine Schulbank drücken müssen, haben sie genug Zeit, um alternative Sitzmöbel zu testen. Ein Vorsprung aus Beton reicht ihnen dabei aus – laute Musik inklusive. Was an Polsterungen fehlt, macht an vielen Stellen der Ausblick wett. „Gute Aussichten gibt es vielerorts, beispielsweise direkt an der Elbe, am Salzblumenplatz oder dem Bierer Berg“, sagt Nahrstedt. Dies blieb auch Schönebecks Stadtoberhaupt Bert Knoblauch nicht verborgen. „Ich sitze gerne direkt an der Elbe. Dort hat man einen hervorragenden Blick“, so Knoblauch. In einem eigens anberaumten Banken-Stress-Test im Anschluss an ein Pressegespräch an der Salzblume bestätigt sich die Einschätzung des Bürgermeisters. Der Blick geht direkt auf eine Sandbank am anderen Elbufer – zumindest, wenn der versierte Beobachter über die derzeitige Baustelle hinwegblickt.

Wenige Meter von der Elbe entfernt rasten zwei Fahrrad-Touristen. Kerstin und Rolf Kalhöfer sind aus Deutschlands Banken-Metropole Frankfurt am Main angereist. Einen Platz auf einer Sonnenbank suchen sie allerdings nicht. Dafür ist es zu warm. Stattdessen setzen sie sich in den Schatten und beobachten das Geschehen auf dem Marktplatz.

Hantelbank drücken

Übrigens: Wer eine der vielen öffentlichen Bänke oder Sitzgelegenheiten zerstören oder gar entwenden möchte, sollte vorher ordentlich die Hantelbank drücken. Oder besser noch Teile seiner Werkbank mitbringen. Die meisten öffentlichen Sitzgelegenheiten sind nämlich mit Betonklötzen gesichert oder im Boden verankert.