Entlang der Autobahn14 werden Stellplätze für Lastkraftwagen benötigt / Bördeland und Staßfurt könnten helfen

Bei Brumby und Welsleben entstehen zwei Rasthöfe

Von Kathleen Radunsky-Neumann

Zwei neue Rasthöfe sollen im Salzlandkreis entstehen. Profitieren davon werden Welsleben und Brumby. Wann genau die Initiativen der privaten Investoren in die Tat umgesetzt werden, steht aber noch in den Sternen.

Brumby/Welsleben l Ein Thema, das jede Menge Handlungsbedarf beinhaltet, sind Stellplätze für Lastkraftwagen im Salzlandkreis. Laut Thilo Wechselberger, dem Wirtschaftsförderer im Landkreis, sei das ein aktuelles Problem in der Region. "Wir benötigen entlang der Autobahn14 Standflächen für Lkw", sagt Wechselberger im Volksstimme-Gespräch. Damit soll dem entgegengewirkt werden, dass die Brummis in den Dörfern und Städten abgestellt werden. Das ist ein Anliegen, dass Brumby und Welsleben in die Karten spielt. Denn in beiden Orten sollen - dem Willen der Verwaltungen Bördeland und Staßfurt nach - Rasthöfe entstehen. Wann aber damit dem Problem der fehlenden Stellplätze für Lkw der Garaus gemacht wird, ist noch unklar.

"Im ersten Halbjahr 2013 geht es um die planungsrechtlichen Voraussetzungen", sagt Christian Schüler, Wirtschaftsförderer der Stadt Staßfurt. Denn die rund 2,5 Hektar große Fläche, die direkt an der Autobahnauffahrt bei Brumby vorgesehen ist für den Rasthof, wird derzeit noch landwirtschaftlich genutzt. Bevor überhaupt bauliche Dinge getan werden können, muss das entsprechende Gebiet durch den Stadtrat als Gewerbegebiet ausgewiesen werden. Es wird also noch einiges Wasser die Elbe runterfließen, bis der Rasthof tatsächlich bei Brumby entsteht.

Sollte es aber klappen, dann habe dieses Vorhaben einige positive Auswirkungen, schätzt Christian Schüler ein. "Dadurch würden sich die Standortperspektiven verbessern", sagt der Staßfurter Wirtschaftsförderer. Brumby sei dank der guten verkehrstechnischen Anbindung schon interessant für Investoren, so Schüler. Sollte der Rasthof kommen, sei das "eine strategische Befruchtung des Standortes". Geplant ist, dass die Fastfood-Kette Mc Donalds und der Tankstellenkonzern Shell gemeinsam in den Rasthof investieren.

80 Stellplätze sind geplant

Entstehen sollen dabei außerdem an die zehn Lkw-Stellplätze. Beide Initiatoren haben sich bereits im Staßfurter Stadtrat vorgestellt. "Aus Stadtsicht unterstützen wir diese zwei Ansiedlungen, um damit auch weitere Investoren in dieses Gebiet zu locken", nennt Schüler ganz klar das Vorgehen der Salzstadt.

Ähnlich gehen die Planer in der Bördeland-Verwaltung an dieses Thema heran. "Es ist schon immer der Wille der Gemeinde gewesen", sagt Cornelia Klemme vom Bauamt auf Nachfrage, dass auf der als Gewerbegebiet ausgewiesenen Fläche zwischen Welsleben und der A14 ein Rasthof entsteht. Es handelt sich um neun Hektar, informiert die Verwaltungsmitarbeiterin. "Aus logistischen Gründen bietet sich diese Fläche an", sagt sie weiter. Einen genauen Zeitplan gebe es aber nicht. "Unser Ziel ist, dass in diesem Jahr noch etwas passiert", nennt sie die Hoffnung der Verwaltung. Gleichzeitig verweist sie aber darauf, dass dieses Thema ein sensibles sei, weil eben noch einige Dinge zu klären seien. "Wenn es nach dem Investor geht, soll es so schnell wie möglich gehen", fügt Bördelands Bürgermeister Bernd Nimmich hinzu. "Die Verhandlungen laufen noch", sagt er. Demnach müsse noch die Zuwegung geklärt werden. Die geplante Fläche erstreckt sich entlang der B246a zwischen A14 und dem Ort. Wie Nimmich mitteilt, hat der Investor vor, den Rasthof mit 80 Lkw-Stellplätzen auszustatten.