Eickendorf l Bereits seit 1996 ist die Eickendorfer Kirchgemeinde aktiv bemüht um den Erhalt ihrer St.-Johannis-Kirche. Unter anderem erhielt die Kirche ein neues Dach und das mit einer barocken Holztonnendecke überwölbte Kirchenschiff wurde 2011 für 85.000 Euro restauriert.

Jetzt ist der Gemeindekirchenrat unter der Leitung von Erika Fläschendräger bemüht die Orgel, die auf der zurückschwingenden Mittelempore steht, wieder zum Klingen zu bringen. Die im Jahre 1896 von Robert Voigt aus Stendal mit einem romanischen Klangkonzept versehene Orgel sieht zur Zeit optisch noch recht gut aus, ist aber kaum bespielbar, Maurerputz vom defekten Dach aus DDR-Zeiten ist in die Pfeifen gefallen. Eine Reparatur kostet laut Angebot 28.000 Euro. Der Gemeindekirchenrat hat sich deshalb seine abschließende Aufgabe gestellt, die Orgel aus dem 18. Jahrhundert wieder zum Klingen zu bringen. In ihrer Begrüßungsansprache betonte Erika Fläschendräger: „Unser letztes Vorhaben für den Erhalt des Gotteshauses wollen wir heute in Angriff nehmen.“

Erster Schritt ist gemacht

Mit einem Benefizkonzert von der Sopranistin Cathleen Wolter in Klavierbegleitung von Istvan Visontay wurde der erste Schritt dafür gemacht. Eröffnet wurde das Frühlingskonzert mit einer Gesangsdarbietung aus der berühmten Oper „Helena in Paris“ von Christoph Willibald Gluck.

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Es folgten Liedvorträge von Mozart, Schubert und Scarlatti, die von der jungen Anabel Mari Lampe recht umfangreich anmoderiert wurden. Zuhören war unter anderem das Lied „Heidenröslein“, das Franz Schubert nach einem Gedicht von Johann Wolfgang Goethe vertonte sowie auch Schuberts bekannte Lieder von der Forelle und dem Schmetterling.

Für die ausgezeichneten Gesangsdarbietungen der Sopranistin sowie die Mitwirkung der anderen Künstler bedankten sich abschließend die Mitglieder des Gemeindekirchenrates Erika Fläschendräger und Brigitte Kuhnert mit einem großen Blumenstrauß. Als Zugabe wurde gemeinsam mit allen Anwesenden das Lied „Komm lieber Mai, und mache“ gesungen. Da für das Konzert kein Eintritt genommen wurde, konnten die Besucher eine Spende geben, wovon auch reger Gebrauch gemacht wurde.