Schönebeck l Nicht zum ersten Mal hat sich Gabriele Friedrich aus Schönebeck mit einem Anliegen, das ihr persönlich sehr wichtig ist, an die Volksstimme gewandt. Ihr Problem: Eine Birke auf einem Parkplatz gegenüber ihres Hauses in der Straße Worth macht ihr, ihrem Mann Eberhard Friedrich und ihrem Sohn, der die obere Etage des Hauses bewohnt, zu schaffen. Schließlich mache die Birke gerade im Frühjahr und Herbst mächtig Dreck – insbesondere bei starkem Wind, wie es ihn in der vergangenen Zeit immer wieder gab.

Dann sei die ganze Straße verdreckt, berichtet Gabriele Friedrich der Volksstimme, die Fenster zum Lüften öffnen sei nicht möglich, da der Dreck dann ins Haus fliege. Die Rolläden habe sie auch immer unten, damit die Fenster nicht ganz so schmutzig werden. Weg solle der Baum aber nicht, betont die Schönebeckerin mehrfach. „Wenn der Baum gesund ist, kann er bleiben. Aber ausästen und kürzen wäre gut“, sagt die Schönebeckerin.

Wer ist zuständig?

Zuständig für den Baum ist die Stadt Schönebeck, konkret das Grünflächenamt. Und das hat den Baum nachdem sich Gabriele Friedrich bereits im November 2018 an die Stadt gewandt hatte, jetzt erneut auf Anfrage der Volksstimme begutachtet. „Die Birke wurde kontrolliert. Sie ist verkehrssicher“, teilt Stadtsprecher Matthias Zander mit.

„Erforderliche Schnittmaßnahmen, welche kurzfristig durchgeführt werden sollen, sind das Einkürzen von herabhängenden Ästen und die Entfernung der Misteln“, heißt es seitens der Stadt Schönebeck weiter. Zudem soll der Parkplatz gereinigt werden. Auf diesem öffentlichen Parkplatz direkt gegenüber dem Wohnhaus der Familie Friedrich steht die Birke nämlich.

Kein Schnitt in der Vergangenheit

Bereits vor eineinhalb Jahren hatte sich Gabriele Friedrich mit gleichem Anliegen an die Stadt gewandt. Damals wurden baumpflegerische Maßnahmen, wie sie jetzt durchgeführt werden sollen, gänzlich abgelehnt.

Dass der Baum nach Ansicht von Familie Friedrich nicht nur ausgeästet, sondern auch gekürzt werden müsste, hängt damit zusammen, dass sich die Birke bei starkem Wind so doll biegen würde, dass er das Dach des Hauses berühren würde, berichtet Gabriele Friedrich. Eine solche Kürzung zieht die Stadt Schönebeck allerdings nicht in Betracht.

Immerhin die baumpflegerischen Maßnahmen sollen jetzt durchgeführt werden. Die seien damals nicht erforderlich gewesen, wie die Stadt im November 2018 mitgeteilt hatte.