Pömmelte (tli) l Von dem alten Pömmelter Gasthaus „Zur Eiche“ stehen nach dem Brand vom 2. Dezember nur noch die Grundmauern. Die Polizei ermittelt in Richtung Brandstiftung.

Stundenlang war die Ortsdurchfahrt von Pömmelte wegen der komplizierten Löscharbeiten gesperrt. Denn das Pappdach war mit einem Ziegeldach überdeckt. Der Zwischenraum konnte nur schwer gelöscht werden. „Deswegen mussten wir den Giebel einreißen, sonst hätte das darunter noch ewig gebrannt“, sagte Kamerad Thomas Warnecke.

Zeugen geben Hinweise

Bereits im Januar 1995 war in der „Eiche“ schon mal ein Feuer ausgebrochen, die damals noch Gaststätte war. Seinerzeit war es vermutlich ein Elektroanschluss, der den Brand auslöste. Dieses Mal geht die Polizei Hinweisen nach, die auf zwei Kinder hindeuten, die beim Verlassen des Grundstückes gesehen worden sein sollen. Nach einem Zeugenhinweis griff die Polizei auf einem Feldweg nach Glinde einen 10- und einen 14-Jährigen auf, die die Tat abstritten, jedoch vier andere Kinder oder Jugendliche belasteten.

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Eigentümer des lange Zeit leer stehenden Hauses ist der Magdeburger Kunstverein „Kulturanker“. „Wir sind ziemlich erschüttert“, gestand Vereinsvorsitzender Karsten Steinmetz, der Mittwochabend vor Ort war. Nach seinen Worten wollte man die „Eiche“ zu einem kulturellen Dreh- und Angelpunkt in Pömmelte ausbauen, was sich im Zusammenhang mit dem nahen Ringheiligtum angeboten hätte.

Eine Kooperation mit dem Pömmelter Heimatverein „Kleines Ende“ war in Vorbereitung. Laut Steinmetz habe der Verein zwar eine Haftpflicht- aber keine Feuerversicherung. „Wir fangen jetzt wieder bei Null an“, so der Vereinschef. Dennoch wolle man an dem Projekt festhalten.