Calbe l Am Mittwoch meldete sich eine Mitarbeiterin des Calbenser Rathauses bei Bürgermeister Sven Hause, um ihm mitzuteilen, dass sie positiv auf das Corona-Virus getestet wurde. Das teilte die Stadt in einer Pressemitteilung mit. Neben der positiv getesteten Mitarbeiterin wurde eine Kollegin, die im gleichen Raum arbeitet, in Quarantäne geschickt, heißt es weiter.

Bei den anderen Mitarbeitern in der Stadtverwaltung sei dies nicht notwendig gewesen, bestätigte gestern Bürgermeister Sven Hause auf Nachfrage, da im Rathaus die Abstände eingehalten werden und die Kollegen einen Mund-NasenSchutz tragen. Offiziell heißt es: „Letztendlich wurde festgestellt, dass niemand Symptome aufweist und alle den erforderlichen Sicherheitsabstand eingehalten haben. Die Mitarbeiter wurden durch den Fachdienst Gesundheit belehrt, sich zu beobachten und vor allem an die geltenden Mundschutzmaßnahmen zu halten.“ Die anderen Mitarbeiter können daher wie gewohnt ihrer Arbeit nachgehen.

Notbetrieb im Einwohnermeldeamt

Betroffen von dem Fall ist allerdings das Einwohnermeldeamt der Stadtverwaltung. Die Behörde im Rathaus II wurde geschlossen, bestätigte der Bürgermeister weiter. Allerdings stellt die Stadt einen Notbetrieb zur Verfügung. In dringenden Fällen sei es auch weiterhin möglich, die Dienste des Einwohnermeldeamtes in Anspruch zu nehmen. Wer allerdings nicht unbedingt auf die Arbeit des Amtes angewiesen ist, sollte sich gedulden und die gut zweiwöchige Quarantänefrist abwarten. Nach den zwei Wochen könne damit gerechnet werden, dass die Behörde wieder wie gewohnt ihre Arbeit aufnehmen werde, schätzte der Bürgermeister ein.

Nach wie vor gilt allerdings für alle Ämter und Ansprechpartner in der öffentlichen Verwaltung, dass sie nur eingeschränkt für den Besucherverkehr erreichbar sind. Bürger, die ein Anliegen haben, müssen sich schon seit Anfang November wieder telefonisch bei den Mitarbeitern anmelden. Außerdem gilt generell, dass die Bürger zunächst Anliegen erst einmal telefonisch versuchen sollten zu klären, soweit dies in der Praxis möglich ist. Für Besucher gilt das Tragen eines Mund-NasenSchutzes im Rathaus.

Viel Platz im Rathaus

Auswirkungen soll die jüngste Entwicklung nicht auf die kommenden Sitzungen der Ausschüsse des Stadtrates haben, kündigte der Bürgermeister weiter an. Seit einigen Wochen treffen sich die Stadträte in den Ausschüssen in dem sanierten Belegschaftsraum im Rathaus. Der Raum habe den Vorteil, dass er sehr viel Platz biete und die Stadträte hier mit ausreichend Abstand sitzen können, erläuterte er. Außerdem gebe es auch noch Platz für Besucher. In dem alten Beratungsraum im Rathaus II sind die Verhältnisse beengter.

Viele Möglichkeiten für die Sitzungen gibt es nicht, da nur diese beiden Räume barrierefrei zu erreichen sind. Der Stadtrat trifft sich in der Regel im Schillergymnasium, wo ebenfalls ausreichend Platz zur Verfügung steht, damit alle den geforderten Abstand von eineinhalb Meter einhalten können.

Regelmäßiges Lüften

Außerdem wurde bei den vergangenen Sitzungen von den Stadträten immer wieder genau darauf geachtet, dass die Sitzung regelmäßig unterbrochen wird, um die Fenster zu öffnen und zu lüften. Selbst bei der jüngsten Stadtratssitzung unterbrach Stadtratsvorsitzender Christian Behlau nach gut einer dreiviertel Stunde die Sitzung für einige Minuten, um die Fenster zu öffnen. In Zukunft soll diese Praxis weiter beibehalten werden, um die aktuellen Hygieneregeln zu beachten, heißt es in der von der Stadt veröffentlichten Mitteilung.