Corona-Ticker

Der Inzidenzwert im Salzlandkreis liegt mit Stand von Sonntag bei 218,9 und damit über der kritischen 200er-Marke. Sinkt der Wert fünf Tage lang nicht ab, kann die Bewegungsfreiheit auf einen Radius von 15-Kilometer begrenzt werden.

114 weitere Personen im Salzlandkreis haben sich laut Gesundheitsministerium von Freitag zu Sonnabend mit dem Virus infiziert. Von Sonnabend zu Sonntag sind laut dem Covid-Dashobard des Kreises weitere 83 Infizierte hinzugekommen. Insgesamt sind derzeit 547 Menschen infiziert.

Zwei weitere Todesfälle sind am Wochenende im Salzlandkreis registriert worden. Die Zahl der an Corona Gestorbenen steigt damit auf 65.

120 Personen wurden am Freitag im Salzland gegen Covid-19 geimpft. Insgesamt haben 1743 Menschen im Kreis bisher eine Impfung erhalten.

Ab Montag sind laut der ärztlichen Leiterin des Impfzentrums, Dr. Monika Mingram, zwei Ärzte mit Teams in vier Impfstationen in Staßfurt aktiv. Außerdem seien zwei mobile Impfteams unterwegs. (pc/fr)

Schönebeck/Staßfurt l Das Impfzentrum in Staßfurt nimmt am Montag (11. Januar) seinen Betrieb auf. Die ersten Impfwilligen, lassen sich das Serum gegen das Coronavirus spritzen. Jedoch sind alle Termine für die ersten Wochen inzwischen vergeben, heißt es in einer Pressemitteilung des Salzlandkreises. Und überhaupt an einen Impftermin zu gelangen, hat sich als holprige und teils zeitaufwendige Herausforderung dargestellt.

So berichten mehrere Bürger von Problemen. Beispielsweise komme es bei der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 116 117 der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), über die eine Vermittlung der Impftermine abgewickelt wird, zu langen Wartezeiten. Dass es da noch hakt ist dem Gesundheitsministerium, das mit der KV zusammenarbeitet, bekannt. Um die Wartezeiten zu reduzieren würde ab heute das Personal in den Call-Centern aufgestockt werden, teilt Romy Richter aus der Pressestelle des Landesgesundheitsministeriums mit.

Problem: Impfstoff ist knapp

Mit mehr Personal mag zwar die große Menge der Terminanfragen besser und schneller abgearbeitet werden, doch ein anderes Problem bleibt: der knappe Impfstoff. Die Impfdosen werden nämlich anhand der Bevölkerungsanzahl den Landkreisen zugewiesen, erklärt Impfzentrumsleiter Frank Knöppler. Das Dilemma: Es melden sich aber längst nicht nur Salzländer für einen Termin im Staßfurter Impfzentrum. Rund jeder vierte Impftermin ist an einen „Nicht-Salzländer“ vergeben. Daher steht Bürgern aus dem hiesigen Kreis derzeit möglicherweise kein Impfstoff zur Verfügung. Momentan sind auch keine Terminbuchungen mehr möglich, weil der Impfstoff nicht in ausreichender Menge vorhanden ist. Freitag erhielt der Kreis zuletzt 975 Dosen des Serums.

Weiterhin würde es insbesondere bei der Vergabe des notwendigen zweiten Impftermins noch zu Problemen kommen. „Wir arbeiten derzeit gemeinsam mit der zuständigen Kassenärztlichen Vereinigung an Lösungen dafür“, erklärt Impfzentrumsleiter Frank Knöppler.

Ministerium regelt Vergabe

Knöppler und Landrat Markus Bauer (SPD) betonen aber, dass der Salzlandkreis nicht für die Vergabe der Impftermine zuständig ist. Für diese Abläufe sei klar das Gesundheitsministerium zuständig. Der Kreis hingegen ist in der Pflicht, den reibungslosen Ablauf im Impfzentrum sicherzustellen.

Einen Ausblick, wie es mit den Impfungen weitergeht, gibt Markus Bauer. Er beschreibt drei Säulen: die Arbeit im Impfzentrum, die mobilen Impfteams in Pflegeheimen und die Aussicht, Hausärzte mit einzubeziehen. „Sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht, sollen die Impfungen auch die Hausärzte vor Ort übernehmen können. Die entsprechende Bereitschaft haben wir bereits erhalten“, sagt der Landrat. Damit will die Kreisverwaltung die Impfkampagne nicht nur flächendeckend anbieten, sondern auch die Ressourcen im Impfzentrum schonen.

Helfer für Impfzentrum gesucht

Darüber hinaus sucht der Kreis weiter nach Helfern für den Betrieb des Impfzentrums. Vor allem Menschen mit Erfahrung im medizinischen Bereich werden gebraucht – vom Rettungssanitäter oder der Krankenschwester im Ruhestand bis hin zum Labormitarbeiter. Interessenten können sich per E-Mail bei Frank Knöppler melden (fknoeppler@kreis-slk.de).