Schönebeck/Staßfurt l Seit Ausbruch der Corona-Pandemie haben sich im Salzlandkreis insgesamt 80 Menschen mit dem Virus infiziert. Zudem ist es am Dienstag zum ersten Todesfall in Verbindung mit dem neuartigen Virus im hiesigen Kreis gekommen. Jedoch gelten 75 Menschen wieder als genesen und konnten aus der Quarantäne entlassen werden. Vier Personen gelten derzeit als erkrankt. Zwei davon aus Ascherleben und eine aus Staßfurt, informiert Marianne Bothe aus der Pressestelle des Salzlandkreises. Der vierte aktuelle Fall wurde erst am Mittwochabend bekannt. In welcher Gemeinde oder Stadt der Fall zu verzeichnen ist, ließ sich bis Redaktionsschluss nicht ermitteln. 

Laut den Statistiken der Kreisverwaltung waren vor allem Menschen im Alter zwischen 51 und 60 Jahren infiziert. Elf Frauen und sieben Männer diesen Alters wurden positiv getestet (insgesamt 18). Die Gruppe mit den zweitmeisten Infizierten sind die 41- bis 50-Jährigen. Zehn Männer und sechs Frauen (insgesamt 16) in diesem Alter wurden positiv auf den Coronavirus getestet.

Wenig junge Infizierte

Am wenigsten bestätigte Corona-Fälle gab es unter den Jüngsten und unter den Ältesten. So haben sich ein Junge der Altersgruppe null bis zehn und ein Mann der Altersgruppe 91 bis 100 mit dem Virus infiziert.

Bilder

Regional betrachtet gab es in Schönebeck die meisten Infizierten. 23 Menschen wurden seit Beginn der Pandemie positiv getestet. Es folgen Aschersleben (14), Bernburg (10) und Bördeland (5).

Rückkehr aus Risikogebieten

Darüber hinaus haben sich seit März insgesamt 148 Reiserückkehrer, Monteure und sonstige Geschäftsleute, die aus einem Risikogebiet gekommen sind, beim Fachdienst Gesundheit des Salzlandkreises gemeldet. Sie alle wurden für einen Zeitraum von 14 Tagen beziehungsweise bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses in Quarantäne gesetzt, informiert Marianne Bothe. Alleine diesen Monat (Stand Dienstag, 18. August) waren es 70 Personen. Bei 40 von ihnen fielen die Tests negativ aus, eine Person wurde nach ihrer Reise positiv getestet. Für die restlichen 29 Reisenden liegt noch kein Ergebnis vor.

Mit den derzeit punktuell ansteigenden Infektionszahlen im Hinterkopf habe man auch beim Corona Drive-in in Schönebeck überlegt, die Testzeiten auszuweiten, sagt Dr. Robin John vom Schönebecker Hausarztteam. „Aber noch ist es nicht soweit. Sollte sich die Situation in naher Zukunft verschärfen, wäre es denkbar, wieder mehr Tests anzubieten“, so Robin John. Generell erwartet der Arzt einen Anstieg des Test-Bedarfs. „Durch die jüngsten Entwicklungen ist sowohl bei Ärzten als auch innerhalb der Bevölkerung die Achtsamkeit für das Thema Corona wieder gestiegen“, meint der Schönebecker Arzt.