Tipps: Strom sparen

Auch im Home-Office gibt es Möglichkeiten, den Stromverbrauch zu reduzieren.

So sollte der Computer während einer Arbeitspause ausgeschaltet werden. Auch der Energiesparmodus ist eine Alternative. Bildschirmschoner hingegen verbrauchen zusätzliche Energie.

Generell gilt für sämtliche Geräte im Homeoffice: Werden sie nicht genutzt, sollten sie ausgeschaltet werden. Dass häufiges An- und Ausschalten mehr Strom verbraucht als der Stand-by-Modus, ist ein Mythos. Am einfachsten geht das Ausschalten aller Geräte zum Beispiel mit einer Steckdosenleiste mit eingebautem Netzschalter.

Quelle: Vattenfall

Schönebeck l In Zeiten der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Beschränkungen mussten sich die Menschen – wohl oder übel – mehr in den eigenen vier Wänden aufhalten als normalerweise. Das wird sich auch im Stromverbrauch der Privathaushalte widerspiegeln. Denn: Ob arbeiten im Homeoffice oder selbst Essen zubereiten und kochen anstelle eines Kantinen- oder Restaurantbesuchs – das sorgt für einen höheren Energieverbrauch.

In Schönebeck ist der Stromverbrauch insgesamt aber derzeit eher geringer als sonst, verrät Julia Teige, Bereichsleiterin Vertrieb bei den Stadtwerken Schönebeck (SWS). „Der eventuelle private Mehrverbrauch ist im Vergleich zur Reduzierung einiger Großkunden, die momentan geschlossen oder ihre Produktion auf Kurzarbeit heruntergefahren haben, nicht spürbar“, erklärt Teige.

Energiemenge prognostizieren

Darüber hinaus wird bei den Stadtwerken täglich die benötigte Gesamtenergie im Netzgebiet Schönebeck für den Folgetag prognostiziert. Dabei werden nicht einzeln Privat-, Gewerbe- und Industriekunden unterteilt. Rückschlüsse, welche Kundengruppe während der Pandemie wie viel Strom verbraucht hat, lassen sich also erst später ziehen, da die Verbräuche bei Privat- und Gewerbekunden nur jährlich abgelesen werden, so Julia Teige.

Auf die Stadtwerke selbst wirke sich die derzeitige Lage eher wenig aus, teilt Teige mit. Es gebe keine besonderen Umstellungen oder Mehraufwände bei der Arbeit. Sie stellt aber fest: „Im täglichen Geschäftsbetrieb merken wir aktuell – trotz Schließung unseres Kundencenters – eine etwas gesunkene Anzahl von Kundenanrufen. Zählerwechsel in den Wohnungen und Häusern der Kunden haben wir auf ein absolutes Minimum heruntergefahren, um sowohl unsere Mitarbeiter als auch unsere Kunden zu schützen. In den privaten Häusern und Wohnungen werden derzeit nur dringend notwendige Arbeiten erledigt.“

Geringe Auswirkungen

Die Arbeit im Homeoffice dürfte aber nur in geringen Mengen dazu beitragen, dass der Energieverbrauch nach oben klettert. Laut dem Bundesverband der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wirken sich Videokonferenzen oder die Arbeit am heimischen Computer nicht so sehr auf den Verbrauch aus wie Prozesswärmegeräte – also Bügeleisen, Trockner, Herd, Ofen, Toaster und Co. Letztere machen etwas über 30 Prozent des Stromverbrauchs in den Privathaushalten aus. Der Anteil der Informations- und Kommunikationstechnik – zu dem Computer und Telefone zählen – liegt hingegen bei rund 17 Prozent. Ein paar Tipps zum Stromsparen im Homeoffice gibt es im Infokasten.