Schönebeck/Bernburg (vs) l Die Corona-Fallzahlen im Salzlandkreis haben einen traurigen Spitzenwert erreicht. 56 neue Fälle wurden von Donnerstag bis Freitag registriert. Das teilte die Kreisverwaltung am Freitagnachmittag mit. Der Inzidenzwert steigt auf 112,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

In den letzten Tagen waren die Zahlen stetig und kräftig nach oben gegangen. Hotspots waren dabei Schönebeck und Aschersleben. In Schönebeck könnten dies Folgeinfektionen, die im Zusammenhang mit früheren Infektionen an größeren Einrichtungen stehen.

Am Freitag kamen nach Kreisinformationen erneut aus Schönebeck (+24) und Aschersleben (+12) die meisten Meldungen. Neue Erkrankungen wurden auch aus Staßfurt (+5), Egelner Mulde (+3), Bernburg (+3), Bördeland (+2), Calbe (+2), Saale-Wipper (+2) sowie Barby und Seeland (je +1) gemeldet.

Corona-Infektionen wurden an der Grundschule „Glück Auf“ in Nachterstedt sowie der Grundschule „Karl Liebknecht“ samt Hort in Schönebeck registriert, informierte der Kreis. Einen Fall gab es zudem in der Kindertagesstätte in Hakeborn sowie der Sekundarschule „Am Tierpark“ in Staßfurt. Neue positive Befunde wurden darüber hinaus von Personen an der Grundschule Pfeilergraben in Aschersleben gemeldet. Das Gesundheitsamt habe alle entsprechend notwendigen Maßnahmen ergriffen, hieß es.

Aktuell müssen nach Kreisangaben vier Patienten intensivmedizinisch behandelt und beatmet werden. 23 Personen werden ebenfalls stationär am Ameos-Klinikum in Bernburg behandelt. Drei Personen werden an der Uniklinik in Magdeburg versorgt, eine davon intensivmedizinisch.

Es blieb bis gestern Vormittag bei den bisher fünf vermeldeten Todesfällen im Zusammenhang mit Covid-19. Im Salzland gab es seit Ausbruch der Pandemie 942 ermittelte Corona-Fälle. 632 Betroffene gelten als genesen, 305 noch als krank.

Landrat Markus Bauer (SPD) bedankte sich unterdessen auch öffentlich bei den Mitarbeitern des Salzlandkreises für das bisher Geleistete. „Insbesondere die Kolleginnen und Kollegen im Fachdienst Gesundheit leisten seit Monaten jeden Tag großartige Arbeit unter hohem Druck. Sie gewährleisten damit, dass das öffentliche Leben trotz der Corona-Pandemie so gut es geht weitergehen kann. Ja, dabei können auch Fehler passieren. Die macht aber niemand, um anderen zu schaden.“

Aus Bauers Sicht sind in der Krise alle Bürger gefragt: „In der Verantwortung stehen in dieser ausgewöhnlichen Situation alle Bürgerinnen und Bürger - und nicht nur allein der Staat. Jeder einzelne kann mit seinem Handeln maßgeblich dazu beitragen, dass sich das Corona-Virus nicht weiter verbreitet wird.“ Er bittet darum, nicht notwendige Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren.