Schönebeck l Neun Mitarbeiter zählt das Sachgebiet „Umwelthygiene und Infektionsschutz“, das dem Fachdienst Gesundheit des Salzlandkreises zugeordnet ist. Und die Bewältigung der Corona-Pandmie fällt in den Aufgabenbereich dieses Sachgebiets. Dass neun Leute nicht ausreichen, um die zahlreichen Aufgaben erledigen zu können, leuchtet ein. „Zur Bewältigung der Pandemie waren und sind allerdings viele Kollegen unserer Verwaltung, auch aus anderen Fachdiensten, beteiligt“, erklärt Marianne Bothe aus der Pressestelle des Salzlandkreises.

Demnach waren allein für die Besetzung der Corona-Hotline zu Höchstzeiten bis zu zwölf Mitarbeiter im Schichtsystem tätig. Die Verstärkung bestand unter anderem aus Mitarbeitern der Kreisvolkshochschule, der Musikschule oder aus dem Fachdienst für Veterinärangelegenheiten und gesundheitlicher Verbraucherschutz. Auch Azubis wurden am Telefon eingesetzt. Die Hotline war zeitweise von 8 bis 20 Uhr erreichbar und dieZuständigen beantworteten die unterschiedlichen Fragen der Anrufer.

Information über Testergebnis

Und noch eine andere wichtige Aufgabe wurde am Telefon erledigt. So waren bis zu zwei Mitarbeiter damit beschäftigt, alle Bürger, die im Testzentrum Roschwitz getestet worden sind, einen Tag später telefonisch über ihr Testergebnis zu informieren.

Im Testzentrum selbst wurden ebenfalls Helfer benötigt. Schließlich wurde hier anfangs bei bis zu 170 Personen pro Tag ein Abstrich durchgeführt. Bis zu sechs Menschen waren damit beschäftigt. Darunter ein Arzt oder eine Hygienefachkraft des Fachdienst Gesundheit oder vom Krankenhausbetreiber Ameos. Zudem waren auch Schwestern und Laborangestellte von Ameos im Testzentrum im Einsatz. Hinzu kommen noch ehrenamtliche Helfer vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) oder der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG).

Mitarbeiter im Testzentrum

Zudem wurden bis zu sechs weitere Mitarbeiter im Ordnungsdienst des Testzentrums benötigt. „Täglich musste das Außengelände eingerichtet werden, der Andrang geordnet, die Abstandsregelung und die Vollständigkeit der Unterlagen kontrolliert werden“, teilt Bothe mit. Diese Aufgaben wurden von Mitarbeitern des Fachdienst Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst erfüllt. Auch Finanzvollstrecker und Hausmeister packten mit an.

Eine wichtige Aufgabe, mit der zu Spitzenzeiten bis zu neun Menschen beschäftigt waren, war die Verwaltung der Persönlichen Schutzausrüstung (PSA). Die Ausgabekontrolle, die Verteilung und die Auslieferung von Masken und Co. wurde durch Mitarbeiter der Feuerwehrtechnischen Zentrale sowie vom Fachdienst Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst und dem Gesundheitsamt übernommen.

Einhaltung kontrollieren

Darüber war und ist der Salzlandkreis auch für ordnungsbehördliche Kontrollen zuständig. So haben vier Mitarbeiter des Fachdienstes Ordnungsangelegenheiten kontrolliert, ob die Vorgaben der jeweiligen Eindämmungsverodnung auch eingehalten werden.

Doppelt so viele Menschen haben die Kontrollen in den Gaststätten durchgeführt. Bis zu acht Mitarbeiter aus dem Fachdienst Veterinärangelegenheiten und Gesundgeitlicher Verbaucherschutz haben in den Restaurants die Einhaltung der Hygieneregeln überprüft.

Koordination der Aufgaben

Und all die ganzen Aufgaben und Maßnahmen müssen natürlich auch koordiniert werden. Zu Hochzeiten waren bis zu vier Personen im Stab für außergewöhnliche Ereignisse tätig. Zu den Aufgaben zählen die Führung des Einsatztagebuchs, das Veröffentlichen von Lagemitteilungen, Pressezuarbeiten, herausgeben von Gemeindeinformationen und vieles mehr.

In Summe waren während der Corona-Hochzeit also täglich über 40 Menschen nötig, um die Aufgaben zu bewältigen. Mit den sinkenden Infektionszahlen und den gelockerten Vorgaben der Eindämmungsverordnung sinkt aber auch wieder der Bedarf an Arbeitskräften. Zumindest solange, bis es zu einer zweiten Infektionswelle kommt.