Breitenhagen l Es ist ein, so Ortsbürgermeister Hans-Georg Buszkowiak (parteilos), lang ersehnter Termin: Am 19. Januar 2019 ist es endlich soweit. Das Dorfgemeinschaftshaus in Breitenhagen wird offiziell wieder eröffnet.

Das Gebäude soll dann Ort für sämtliche kulturelle Veranstaltungen, Versammlungsraum für Vereine, aber auch für Privatpersonen, zum Beispiel bei festlichen Anlässen wie Familienfeten oder für Betriebsfeiern zugänglich sein. Der große Saal wird 100 Personen Platz bieten, ist also zum Beispiel ein Veranstaltungsort für größere Feiern, in der Heimatstube ist Platz für etwa 40 Personen.

Neustart für Gemeinschaftsleben

„Wir freuen uns auf das Gemeinschaftsleben, das hier bald wieder stattfinden kann“, sagt der Lokalpolitiker. Er fände es begrüßenswert, wenn Besucher aus der Umgebung den Raum nutzen würden.

Das Hochwasser 2013 hatte auch diesen Ort des dörflichen Lebens stark in Mitleidenschaft gezogen. Ein Teil des Mobiliars, unter anderem einige Exponate aus der Heimatstube, konnten jedoch gerettet werden. Sie sollen in der neuen Heimatstube wieder Platz finden. Sie wurden in Scheunen und Räumen aufbewahrt. Nach und nach sollen sie wieder den Weg in das Dorfgemeinschaftshaus finden. Die Fertigstellung des Neubaus war bisher mehrmals verschoben worden. Den Breitenhagenern ging der Bau zu schleppend.

Ursprünglich war einmal 2016 für die Fertigstellung geplant gewesen. Die Bauabnahme nach der Sanierung des Hauses ist vor drei Tagen erfolgt. „Es ist alles bestätigt worden, das Haus ist bereit, zu seiner Bestimmung zu finden“, so Buszkowiak. Das Problem aus seiner Sicht: Bisher steht ein Teil der Räume leer. Die gerettete Inneneinrichtung muss wieder eingeräumt werden. „Wir werden jetzt erst einmal alles ausprobieren“, sagt Buszkowiak über die geplante Gestaltung der Räume. „Das wird noch einmal eine enorme Aufgabe für unsere Ehrenamtlichen werden“, so Buszkowiak.

Ersatzneubau: 1,8 Millionen Euro

Das Budget für den Ersatzneubau des Dorfgemeinschaftshauses beträgt 1,8 Millionen Euro. Diese stammen aus dem Hochwasserhilfefond. Diese Summe gibt Frank-Holger Heinrich, der Leiter der Hochwasserschadensbeseitigung preis. Darin enthalten sind auch die Mittel zur Innenausstattung, diese betragen in etwa 20.000 Euro. So ist, laut Heinrich, zum Beispiel bereits eine Einbauküche aus diesen Geldern für den Ersatzneubau finanziert worden. Generell ist mit der Förderung der Hochwasserschadensbeseitigung alles zu ersetzen, was durch die Naturkatastrophe zerstört wurde.