Bernburg/Staßfurt l Einen großen Fang haben die Polizisten im Salzlandkreis bei einer Kontrolle eines 33-jährigen Staßfurters am Sonnabend gegen 10 Uhr in der Kustrenaer Straße in Bernburg gemacht. Die Polizisten kontrollierten anfänglich „verdachtsunabhängig", wie es in der Polizeimeldung heißt. Dabei wurden typische Anhaltspunkte für den Konsum von Betäubungsmitteln festgestellt. Ein Schnelltest bestätigte den Verdacht.

Bei der anschließenden Durchsuchung der Person und des Fahrzeuges wurde eine nicht geringe Menge von Betäubungsmitteln, eine Feinwaage und Bargeld in szenentypischer Stückelung gefunden. Des Weiteren befanden sich im Fahrzeug griffbereit mehrere Gegenstände, die unter die Bestimmungen des Waffengesetzes fallen. Darunter Schreckschusswaffen, Teleskopschlagstock und Butterfly-Messer. Der Mann hatte keinen Waffenschein. Aufgrund des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln wurde auch noch die Wohnung des Mannes in Staßfurt durchsucht.

Dabei fanden die Polizisten etwa 100 Gramm Marihuana, 70 Gramm Haschisch und etwa 3,7 Kilogramm Amphetamine. Die Waffen und das Bargeld wurden von den Polizisten beschlagnahmt. Der 33-Jährige wurde festgenommen und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Beschuldigte sitzt jetzt in Untersuchunghaft.

Wie schätzt die Polizei die Menge der gefundenen Drogen ein? „Schon 0,5 Kilogramm Ampthetamine sind viel. 3,7 Kilogramm sind außergewöhnlich", sagt Polizeisprecher Marco Kopitz. Dem Beschuldigten droht eine mehrjährige Haftstrafe. „Es geht um Handel nicht geringer Mengen. Dafür sieht der Gesetzgeber eine Haftstrafe vor, die nicht unter fünf Jahren liegt", so Kopitz. Dazu kommt noch der Besitz von Waffen ohne Waffenschein, der zusätzlich ins Kontor schlägt.