Schönebeck l Unbemerkt bleibt der oder bleiben die Täter nicht. Genau um 2.02 Uhr meldet die Alarmanlage, die bei einer Wach- und Schließgesellschaft aufgeschlossen ist, einen Einbruch in die Volksschwimmhalle Schönebeck. Unbekannte haben an der Rückseite des Bades einen Gullydeckel durch eine riesige Fensterscheibe der Glasfront geworfen.

Die würfelzuckergroßen Splitter des Glases verteilen sich nicht nur über die Fliesen der Schwimmhalle, sondern landen auch im Nichtschwimmerbecken, vielleicht auch noch im großen Schwimmbecken. Im weiteren Verlauf der Tat drängen die Täter in Richtung Büro vor und werfen mit einem weiteren Gullydeckel weitere Scheiben ein. Später werden zwei Gullydeckel in der Nähe der Vollbring-Sporthalle vermisst.

Den Mitarbeitern bietet sich am Morgen ein Bild der Verwüstung. „Wir konnten erst spät mit dem Aufräumen beginnen, weil die Polizei sehr lange in der Halle war, um alle Spuren zu sichern“, berichtet auf Anfrage der Volksstimme Birgit Zellmer vom Sachgebiet Kultur und Sport der Stadtverwaltung.

Bilder

Glasscherben im Lehrschwimmbecken

Was auf dem ersten Blick zu sehen ist: Glasscherben liegen im kleinen Lehrschwimmbecken. Die Mitarbeiter entscheiden daraufhin, aus Sicherheitsgründen das komplette Wasser abzulassen, um das Becken akribisch zu reinigen.

Auch im Eingangsbereich werden die Scherben der anderen beiden Glastüren zusammengefegt und der Boden gewischt. „Ob aus dem Büro etwas gestohlen wurde, können wir noch nicht genau sagen. Wir müssen zunächst alles kontrollieren. Erst danach wissen wir mehr“, so Birgit Zellmer am Donnerstag.

Mitarbeiter der Bauhofes kümmern sich unterdessen um die defekte große Frontscheibe im hinteren Bereich der Halle.

Eine feste Holzplatte ersetzt das Glas provisorisch. Wie hoch der Schaden insgesamt ist, kann am Donnerstag von Seiten der Stadt noch nicht beziffert werden.

Schaden wird erheblich sein

„Wir sind noch am rechnen, aber es wird erheblich werden“, so die Mitarbeiter des Sachgebietes Kultur und Sport. Der Schaden wird der Versicherung gemeldet. Die Stadt selbst spricht von einem schweren Einbruch.

In den vergangenen 15 Jahren hatten die Mitarbeiter nicht so einen Einbruch aufnehmen müssen. Der letzte dieser Art und von dieser Bedeutung wurde im Jahr 2001 registriert, als die Halle saniert wurde.

An einen geordneten Besucherverkehr ist am Donnerstag nicht einmal ansatzweise zu denken. Die Stadtmitarbeiter sind von morgens an mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. Alle Termine gestern wie Schwimmen, Sauna und Vereinssport sind ausgefallen.

Am Freitag wird die Volksschwimmhalle wieder öffnen – mit Ausnahme des Lehrschwimmbeckens. Das muss erst wieder mit Wasser gefüllt und auf 30 Grad Celsius angeheizt werden.