Calbe l Pannenhilfe leisteten die Feuerwehrleute am Montag, 7. Februar 2021, gleich fünfmal in der Saalestadt. Über den Tag verteilt wurden die ehrenamtlichen Feuerwehrleute fünfmal alarmiert, um Sattelschleppern, die nicht mehr von der Stelle kamen, zu helfen, sagte Ortswehrleiter Lars Roschkowski.

Er habe sich auch gewundert, warum jedes mal die Feuerwehr alarmiert worden sei, sagte er. Die Kameraden hätten sich vor allem damit beschäftigt, die Straße abzusperren. Die technische Hilfe sei von einem Unternehmen gekommen in Form eines größeren und schwereren Radladers, schilderte er. Der Radlader habe die Laster wieder von der Straße gezogen und dafür gesorgt, dass sie ihren Weg fortsetzen konnten, erzählt er.

Feuerwehrhilfe begrenzt

Liegen blieben die Laster dabei vor allem an der Tankstelle in der Stadtmitte sowie am Ortsrand an der Ortsumgehung. Ohne Schwung schafften sie kleine Steigungen nicht mehr, erzählte er. Die Hilfsmöglichkeiten der Feuerwehr seien in diesen Fällen begrenzt, räumte er weiter ein. In der Standardbeschaffung der Einsatzfahrzeuge gehörten Schneeketten nicht dazu, weiß Lars Roschkowski. Ohne Schneeketten sei es auch für die großen Einsatzfahrzeuge nicht möglich, Sattelschlepper anzuschieben.

Im Notfall hätten die Kameraden die Mitglieder des Technischen Hilfswerkes in der Stadt dazu alarmieren lassen müssen, sagt er. Die Kameraden mit den blauen Einsatzfahrzeugen hätten sich auf den Wintereinbruch entsprechend vorbereitet und auf die Räder der Einsatzfahrzeuge Schneeketten gezogen. Damit hätten sie besser Hilfe leisten können, wenn die Sattelschlepper aus eigener Kraft nicht mehr von der Stelle kommen.

Unternehmen hilft

Dank der Hilfe des Calbenser Unternehmens seien die Fahrzeuge aber wieder flott gemacht worden, zeigte er sich erleichtert. Wegen der kalten Temperaturen sind die Kameraden bemüht, vor allem mit den wasserführenden Einsatzfahrzeugen die Einsatzzeit unter freiem Himmel so kurz wie möglich zu halten, bestätigt er. Zwar ist das Wasser in den Fahrzeugen relativ warm, wenn die Feuerwehr aus ihrem Gerätehaus ausrücke. Dennoch erreichen die tiefen Temperaturen auch den Wassertank in den Fahrzeugen.

Er wolle es nicht erleben, dass sich das mitgeführte Wasser in einen Eisblock verwandele, sagte er. Wegen der Anomalie des Wassers, bei der sich das Volumen beim Übergang vom flüssigen zum festen Aggregatzustand vergrößert, wäre der Wassertank in dem Einsatzfahrzeug dann hinüber. Für eine Reparatur müsste das ganze Fahrzeug demontiert werden.