Schönebeck l Autofahrer mussten sich am Dienstag gedulden. Die Elbauenbrücke, eines von Schönebecks Wahrzeichen, wurde halbseitig gesperrt. Die Sperrung blieb bis in den Abend hinein. Auch am Mittwoch bleibt die hoch frequentierte Verkehrsader über die Elbe nur eingeschränkt befahrbar.

„Wir erledigen hier bloß einige Restarbeiten“, kommentierte Bauarbeiter Frank Schulze. „Statische Arbeiten sind das nicht.“ Es seien nur kleinere Arbeiten. An der Außenseite der Brücke sind schwarze Schutzrohre angebracht. In ihnen verlaufen Datenkabel. „Die machen wir jetzt schick“, so der Bauarbeiter. Außerdem, das berichtete Andreas Tempelhof, müsse eine umfangreiche Prüfung vorgenommen werden. Die Seile, die zu der Pylone am oberen Ende der Brücke führen, werden überprüft. „Weiterhin werden die Schwingungsdämpfer geprüft“, so der Pressesprecher im Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt. „Bei den Arbeiten handelt es sich lediglich um Gewährleistungs- und Garantiearbeiten“, so Tempelhof weiter.

Kosmetische Arbeiten

Die kosmetischen Kontroll-Arbeiten erfordern dennoch einen enormen Eingriff in den Straßenverkehr. Die Autofahrer müssen einige Zeit an einer mobilen Ampelanlage warten, ehe sie den 2013 eröffneten, preisgekrönten Elbe-Überweg passieren können.

Dass die halbseitige Sperrung der Fahrbahn erforderlich ist, erkennen Autofahrer auf einen Blick. Ein großer Kran steht auf der Fahrbahn. Frank Schulze und ein Kollege stiegen gut gesichert in einen Korb, der an dem Baufahrzeug befestigt ist. Die beiden Arbeiter wurden über das Brückengeländer gehoben.

Positiver Effekt

Einen positiven Nebeneffekt hat die Sperrung für Autofahrer: Wer an der roten Ampel warten muss, hat die einmalige Gelegenheit, die Brückenkonstruktion aus der Nähe zu betrachten. Für Fußgänger ist sie nämlich gesperrt.