Eggersdorf l Ein Hansdampf in allen Gassen - das ist Klaus-Dieter Schmidt aus Eggersdorf im wahrsten Sinne der Worte. Denn der rüstige Senior ist stets und ständig unterwegs. Nicht etwa zum gemütlichen Spazieren. Nein, Klaus-Dieter Schmidt engagiert sich im Heimatverein und in der freiwilligen Feuerwehr. Dann gehört er noch der Ortsgruppe der Volkssolidarität an, spielt Schach und beteiligt sich an der Gruppe der Plattspräker. Außerdem gehört der Eggersdorfer irgendwie auch zum ortseigenen Sportverein, wenngleich er hier zur Abwechslung einmal kein Mitglied ist. „Aber ich bin dabei“, sagt er verschmitzt. Und weil das nicht ganz genügt, widmet sich Klaus-Dieter Schmidt gern der Malerei und der Schreiberei sowie der Geschichtsrecherche. So schreibt er emsig für die Geschichtsgruppe an den Veröffentlichungen des Heimatvereins mit. Für die Volksstimme berichtet er nicht nur aus Eggersdorf, sondern düst gern auch mal in die anderen Bördeland-Orte.

„Langeweile gibt es bei mir nicht“, sagt er. Das glaubt man gern. Dabei sind diesen vielen Engagements bei dem Eggersdorfer nicht von heute auf morgen auf dem Plan erschienen. „Das hat sich so entwickelt“, sagt der 73-Jährige.

Malerei ist schon immer das Haupthobby

Sein Haupthobby sei immer schon die Malerei gewesen, gibt Klaus-Dieter Schmidt zu, der einst in einem Zirkel von dem Calbenser Künstler Hans Both gelernt hatte. „Im Urlaub hatte ich immer den Skizzenblock dabei“, erinnert er sich. Heute zieht er gern mit dem Fahrrad durch die Börde und zeichnet, was ihm begegnet. Die anderen Hobbys gesellten sich peu á peu in den Terminkalender hinzu. „Über unsere Schachtreffen bei der Feuerwehr beispielsweise bin ich passives Mitglied bei den Brandbekämpfern geworden“, erzählt er. Klaus-Dieter Schmidt ist also wie die Jungfrau zum Kinde gekommen. Deshalb sind das trotzdem für ihn keine Pseudo-Mitgliedschaften. Was der Eggersdorfer anpackt, das macht er richtig.

Bestes Beispiel ist sein Engagement für den Heimatverein. 34 Jahre lang war er als Lehrer tätig. In dieser Zeit hatte er begonnen, eine Schulchronik zu führen. Und dann hat er eben für den Heimatverein ebenfalls in der Geschichte recherchiert. „Das Ende vom Lied, es wurde immer mehr“, schätzt er ein. Heute füllen seine Recherchen unzählige Ordner - fein säuberlich aufbewahrt im Arbeitszimmer.

Geboren ist Klaus-Dieter Schmidt in Magdeburg. Seit 1945 lebt er in Eggersdorf. Aus seiner Heimat ist er nie wirklich weggezogen - nur für das Studium für kurze Zeit nach Magdeburg. Klaus-Dieter Schmidt ist bodenständig. Auch sein Berufsleben hat der Lehrer größtenteils an einer Schule in Großmühlingen verbracht. „Lehrer bin ich gern gewesen, sonst hätte ich nicht durchgehalten“, gibt er zu.