Schönebeck/Bernburg l Die Gebühren für die Müllentsorgung im Salzlandkreis sollen ab 2020 steigen. Das geht aus der neuesten Version des Abfallwirtschaftskonzeptes des Kreiswirtschaftsbetrieb hervor, die Betriebsleiter Ralf Felgenträger bei der jüngsten Kreistagssitzung vorgestellt hat. „Die Anpassung der Gebührenhöhe ist unumgänglich“, heißt es dazu in dem Abfallwirtschaftskonzept, das nach fünf Jahren fortgeschrieben und überarbeitet wurde.

Konkrete Zahlen für die Gebührenerhöhung sollen demnach noch nicht feststehen. Eine Kalkulation der neuen Gebühren werde bis Mitte 2019 erarbeitet, die ab 2020 in Kraft treten sollen.

Weniger Hausmüll - mehr Biomüll

Im Abfallwirtschaftskonzept werden zudem die Veränderungen der Abfallströme in den vergangenen Jahren analysiert. Vor allem durch die Einführung der Biotonne und die getrennte Erfassung von Wertstoffen und Sperrmüll habe sich die Menge des Hausmülls reduziert. Wurden 2011 noch 46.000 Tonnen Hausmüll entsorgt, waren es 2017 noch 40.000 Tonnen. Im selben Zeitraum erhöhte sich die Menge der Bioabfälle von 8900 auf 32.600 Tonnen. Bis 2023 rechnet der Kreiswirtschaftsbetrieb mit einer Reduzierung des Hausmülls auf 38.000 Tonnen. Dies hänge auch mit der sinkenden Einwohnerzahl des Salzlandkreises zusammen.

Der Kreiswirtschaftsbetrieb erarbeitet zudem eine neue Regelung des Sperrmülls. „Wir müssen Pragmatismus und rechtliche Auslegung in Einklang bringen“, sagte Betriebsleiter Ralf Felgenträger. Das Problem: Bisher hatte der Entsorger auf Bestellung bis zu zweimal im Jahr zwei Kubikmeter Sperrmüll pro Haushalt abgeholt. Die Abfallsatzung sieht jedoch vor, dass pro Bewohner zwei Kubikmeter Sperrmüll abgeholt werden. Das können in manchen Haushalten größere Mengen sein.

Insgesamt lautet das Fazit des Konzeptes: „Die Entsorgung des Hausmülls des Salzlandkreises ist langfristig gesichert.“ Der Kreistag bestätigte das Konzept einstimmig.