Lödderitz l Vier Generationen waren dabei, als am Sonnabend vor Pfingsten der neue Spielplatz eingeweiht wurde. Kinder, Eltern, Großeltern - bis zur Uroma und Uropa - schauten vergnügt zu, als der Nachwuchs Rutsche & Co. in Besitz nahm. „Die große und rege Beteiligung lag sicher nicht nur an der Freude, dass etwas Neues, Schönes und Nützliches entstanden ist, sondern auch an dem fantastischen Miteinander in unserer kleinen

Gemeinde“, sagte Ortsbürgermeister Michael Kromer. So waren auch junge Einwohner erschienen, die noch ohne Kinder, aber sicher „in der Richtung etwas vorhaben“, wie Kromer bemerkte. Mit kostenloser roter und grüner Brause, Kaffee und Kuchen, später Bratwurst, war für jeden Besucher gesorgt. Nach dem Regen am Morgen hatte auch der Wettergott einen Draht nach Lödderitz.

Der Spielplatz befindet sich in guter Lage, weil mitten im Dorf. Die Festscheune ist ebenso in der Nähe, wie eine restaurierte Sitzbank. Hier finden auch die Feste und gesellschaftlichen Höhepunkte der kleinsten Gemeinde der Einheitsgemeinde Barby statt. So werden das Jäger- und Heimatfest, das Halali nach den Drückjagden im Herbst und am Vorabend des ersten Advent der Weihnachtsmarkt gefeiert. Auch das in der Umsetzung begriffene Deichwachthaus soll unweit dieser Stelle wieder aufgebaut werden. Hier soll einmal die Heimatstube einziehen.

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Den Spendern sei dank

„Ich möchte mich noch mal ausdrücklich bei den Initiatoren, den Spendern sowie den großen und kleinen fleißigen Helfern dieser schönen Feier bedanken“, betonte Michael Kromer. Der Spielplatz wurden in organisatorischer und finanzieller Regie des Heimatvereins angeschafft. Die Finanzierung der rund 12.000 Euro teuren Anlage wurde ausschließlich durch Spenden bestritten.

Die Lödderitzerin Christina Knopf hatte eine Sammlung angeschoben, die großen Erfolg hatte. So steuerten Sponsoren 7000 Euro bei. Allein die Jagdgenossenschaft beteiligte sich mit 3300 Euro. Weiterhin gaben Lödderitzer Vereine und Privatleute Geld. Auch wurde bei einer Rentnerfeier gesammelt. 5000 Euro spendierte der Heimatverein. Er hatte bei Jäger- und Heimatfesten oder Weihnachtsmärkten über Jahre Geld erwirtschaftet.

Noch vor einigen Monaten hatte der Ortschaftsrat die Aufstellung eines Spielplatzes abgelehnt. Damals war man der Auffassung, dass es zu wenige Kinder im Ort gebe. Damit war auch der Zug der Hochwasserspenden abgefahren. Die Caritas, die in Klein Rosenburg und Breitenhagen Spenden für Spielplätze bereit stellte, hatte Hilfe signalisiert, wofür es dann aber letztendlich zu spät war. Also nahm Christina Knopf die Sache in die Hand.