Elbenau l Mit einem Rückblick auf Dienst, Einsatz und Ausbildung ließ der Wehrleiter der Stadtteilwehr Elbenau, Ronald Mühlsiegel, das vergangene Jahr Revue passieren, informiert Stadtsprecher Matthias Zander in einer Mitteilung die Volksstimme.

So konstatierte der Ortswehrleiter 26 Einsätze, darunter vier Brände, eine Ölspurbeseitigung, 18 Sturmschäden und drei Meldungen einer Brandmeldeanlage. Durch die Kameraden der Stadtteilfeuerwehr wurden insgesamt 34,5 Stunden bei Einsätzen als Gesamteinheit Elbenau geleistet, mit einem Durchschnitt von sieben Kameraden pro Einsatz.

Feuerwehr gut aufgestellt

Bei den Sturmschäden handelt es sich um vier Alarmierungen im Laufe des recht stürmischen vergangenen Jahres, bei denen 18 Gefahrstellen im öffentlichen Bereich beseitigt wurden. In der Regel waren dies umgestürzte Bäume oder große Äste.

Die Feuerwehr zeigt sich gut aufgestellt. Insgesamt sind 40 Mitglieder, davon 17 Aktive, vor Ort für die Feuerwehr tätig. Außerdem gibt es sechs Alterskameraden, 14 Mitglieder der Jugendwehr und drei Kameradinnen im Innendienst. Zehn Personen fördern die Arbeit der Feuerwehr östlich der Elbe, so der Stadtsprecher. Das Durchschnittsalter der Wehr, die auch in Grünewalde und in den umliegenden Wäldern Richtung Magdeburg im Einsatz ist, beträgt 37 Jahre. In der Standortausbildung der Stadtteilfeuerwehr Elbenau wurden 41 Dienst-und Ausbildungsabende mit insgesamt 754 Stunden durchgeführt. Die Dienstbeteiligung an der Ausbildung lag im Jahr 2017 bei rund 70 Prozent.

Seit 1998 hat sich die Stadtteilfeuerwehr Elbenau auf die Wasserversorgung über lange Wegstrecken spezialisiert. Aus diesem Grund erfolgt zusätzlich zur Standartausbildung jedes Jahr eine spezialisierte Ausbildung am Schlauchwagen. Auf Grund der vorhandenen Pumpentechnik in der Stadtteilfeuerwehr Elbenau kann eine Wasserversorgung bis zu 1500 Meter ohne die Hilfe anderer Feuerwehren abgesichert werden, erklärt Matthias Zander.

Jugendwehr präsentiert sich

Das Mitgliederproblem ist auch in der Ortswehr spürbar. Hier müsse gemeinsam mit den Trägern der Feuerwehr sowie den politischen Verantwortlichen im Land nach Möglichkeiten gesucht werden, die ehrenamtliche Arbeit in der Feuerwehr wieder attraktiver zu machen.

Jugendwart Sascha Kunstmann stellte in einer Präsentation die Jugendarbeit der Wehr dar. Die elf Jungen und drei Mädchen brachten 30 Dienstabende hinter sich, lernten sehr viel, zum Beispiel Fahrzeugkunde und Erste Hilfe. Sascha Kunstmann hob die gute Zusammenarbeit mit der Stadt, aber auch mit der Jugendwehr Felgeleben hervor. Der Gruppenführer freut sich bereits auf das 25-jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr Elbenau am 16. Juni.

Dezernent Joachim Schulke und Stadtwehrleiter Uwe Tandler lobten besonders die Jugendarbeit. Das Durchschnittsalter lasse sich sehen und stelle eine gute Mischung da, betonte Schulke. Martina Lorenz lobte die gute Aufstellung der Jugendwehr. „Der Landkreis ist froh über jede einsatzbereite Wehr“, so die Vertreterin des Fachdienstes Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst vom Salzlandkreis.