Bernburg l Am Ortsrand von Bernburg im Salzlandkreis (Sachsen-Anhalt) ging am Donnerstagabend eine Strohpresse in Flammen auf und setzte 4 Hektar Stoppelfeld in Brand. Die schwarze Rauchwolke war kilometerweit zu sehen. Etwa 50 Feuerwehrleute rückten mit 18 Fahrzeugen an. Beim Eintreffen schlugen meterhohe Flammen aus dem Erntegerät, es war nicht mehr zu retten. Nach Angaben von Einsatzleiter Torsten Gerbeth von der Feuerwehr Bernburg konzentrierten sich die Löscharbeiten deshalb vorranging auf den Flächenbrand: „Die Strohpresse haben wir erstmal nicht gelöscht, auch weil uns Anfangs wasserführende Fahrzeuge fehlten. Wir konzentrierten uns deshalb auf den Stoppelfeldbrand und bekämpften diesen von zwei Seiten. So konnten wir trotz des Windes ein weiteres Ausbreiten der Flammen erfolgreich verhindern."

Mit Tanklöschfahrzeugen und Wassertankwagen wurde das Löschwasser von einem zwei Kilometer entfernten Hydranten im Pendelverkehr zur Einsatzstelle gebracht. Neben der Feuerwehr halfen auch Landwirte bei der Brandbekämpfung. So wurde mit einem Pflug eine Schneise rund um die brennende Strohpresse gezogen.

Einsatzleiter Torsten Gerbeth zeigte sich erfreut: „Es hat sich viel geändert in den letzten Jahren. Die Hilfe der Bauern ist großartig. Egal ob der eigene Acker betroffen ist oder ein anderer. Da wird sofort mit angefasst und Technik zur Verfügung gestellt." Unter Atemschutz und mit Löschschaum gelang es, die brennende Strohpresse zu löschen. Es wird vermutet, dass ein technischer Defekt den Brand ausgelöst hatte. Der entstandene Sachschaden liegt im fünfstelligen Bereich.