20 Meter lange D-Schläuche für Fog-Nail-Technik und Jugendfeuerwehr

Firma schenkt Feuerwehr neue Schläuche

Von Olaf Koch

Vier 20 Meter lange D-Schläuche übergab dieser Tage der Förderverein der Pretziener Ortsfeuerwehr. Die Ausrüstung ist ein Geschenk einer Osterweddinger Firma, die die Schläuche kaufte, nachdem die Stadtverwaltung nicht helfen konnte.

Pretzien l Und wieder ist ein Monat um. In diesem Intervall treffen sich nicht nur die Mitglieder des Fördervereines der Pretziener Ortsfeuerwehr und die Kameraden zu lockeren Gesprächen, sondern auch zu Übergaben. Immer wieder unterstützt der Verein die aktive Wehr, die Jugend sowie die Alterskameraden.

Diesmal nun waren es vier D-Schläuche. Diese hatte sich die Pretziener Feuerwehr eigentlich von der Stadt gewünscht. Doch die signalisierte zunächst: Nicht möglich! "Wir haben daraufhin unseren Förderverein gefragt, ob er helfen könnte", berichtet Ortswehrleiter Michael Vorwerk der Volksstimme.

Die D-Schläuche erfüllen in der Pretziener Wehr gleich zwei wichtige Aufgaben. Zunächst werden sie vorrangig für den "Fog-Nail" (englisch Nebelnagel oder Löschnagel) verwendet - der Löschnagel ist eine Art Löschlanze mit einer speziell gehärteten Schlagfläche. Er bietet die Möglichkeit, die Lanze mit einem Hammer durch Wände oder Türen zu treiben. Dadurch können Brände in Innenräumen von außen bekämpft werden. Ziel ist hierbei, die Gefahr für die Feuerwehrleute zu reduzieren, einen schnellen und effektiven Einsatz zu gewährleisten und ein Feuer mit sehr wenig Wasser zu löschen. Der Löschnagel wurde vor 30 Jahren in Schweden entwickelt. "Für diesen Fog-Nail sind die Schläuche gedacht", so Michael Vorwerk.

Profitieren von den Schläuchen wird auch die Jugendfeuerwehr. Die Jüngsten üben bereits mit den Ausrüstungsgegenständen, doch die großen Schläuche sind nichts für den Nachwuchs: "Wenn wir da Wasser und Druck draufgeben, gehen die Kinder mit in die Luft", meint der Wehrleiter.

Ein Feuerwehrmann, der bei einer Firma in Osterweddingen arbeitet, die sich mit Spritztechnik und Lackierung beschäftigt, stellte den Kontakt zu seinem Chef her. "Selbstverständlich konnten wir in diesem Fall helfen", erzählt Frank Meier, einer der beiden Geschäftsführer der Wima-Verfahrenstechnik GmbH Osterweddingen. Sie kauften die 20 Meter langen Schläuche und übergaben sie dem Förderverein.

Unterdessen gab es auch positive Signale aus dem Rathaus: "Nachdem die Firma ihre D-Schläuche schon bestellt hatte, sagte die Verwaltung zu, dass wir von ihr vier 15 Meter lange D-Schläuche bekommen werden", so der Ortswehrleiter. Nun haben die Pretziener acht D-Schläuche.