Schönebeck l Alle Mitglieder des Schönebecker Sozialausschusses sind sich einig: Im soziokulturellen Zentrum „Treff“ wird eine tolle Arbeit gemacht. Das Ergebnis der Abstimmung, wo es um die weitere Bezuschussung des „Treff“ geht, spiegelt das wider. Alle Hände gehen nach oben, genau so, wie auch schon im Finanzausschuss ein paar Tage zuvor.

Am Montagabend wird auch der Hauptausschuss noch einmal vorberatend darüber abtimmen, bevor die Entscheidung letztlich im Stadtrat am 7. November fällt.

Förderung über drei Jahre

Insgesamt geht es dabei um eine finanzielle Förderung über drei Jahre in Höhe von 199.200 Euro, also 66.400 Euro im Jahr. In den vergangenen drei Jahren fiel die Bezuschussung der Stadt etwas höher aus. Die jährlichen Zuschüsse lagen zuletzt bei 75.500 Euro.

In der Sitzung des Sozialausschusses teilte die Stadtverwaltung aber auch mit, dass diese Reduzierung um 9100 Euro mit dem Förderverein Soziokultur Schönebeck, abgestimmt ist. Laut Stadtsprecher Hans-Peter Wannewitz ist diese Einsparung seitens der Stadt eine Haushaltskonsolidierungsmaßnahme.

Zusammensetzung der Kosten

In der Beschlussvorlage zur weiteren Unterstützung des „Treff“ ist auch dargelegt, wie sich die 66.400 Euro im Jahr zusammensetzen. Demnach wird der Löwenanteil in Höhe von 61.800 Euro für die Personalkosten aufgewendet. 4600 Euro sind für die Kompensation der Betriebskosten vorgesehen.

Dass weniger Geld zur Verfügung steht, wirkt sich direkt auf den „Treff“ aus. Katja Michler vom Förderverein Soziokultur sagt: „Natürlich sind wir über jede Förderung froh, aber es wird schwerer werden mit weniger Geld auszukommen.“ Eine Konsequenz sei es zum Beispiel, dass man ab kommenden Jahr im „Treff“ keine Vollzeitkraft mehr beschäftigen können wird.

Dass die Förderung über drei Jahre läuft – und nicht jedes Jahr neu abgestimmt wird – hat den Hintergrund, dass man dem Verein so Planungssicherheit verschaffen möchte. Und dafür ist Michler auch sehr dankbar. Sie erklärt: „So ist das viel besser, als wenn man dazu jedes Jahr eine Entscheidung abwarten muss. Es gibt uns nicht nur ein Gefühl der Sicherheit, sondern ermöglicht es uns auch langfristige Projekte zu planen und umzusetzen.“

Bedeutung für Schönebeck hervorgehoben

Während der Sitzung des Sozialausschusses betonen auch verschiedene Mitglieder die Bedeutung der Einrichtung für Schönebeck. Zudem äußerte Marlis Ekrutt (CDU) in der Sitzung ihren Unmut darüber, dass Schönebeck zu wenig Unterstützung vom Staat bekomme, um freiwillige Aufgaben der Stadt zu bewältigen.Als Beispiel führte sie neben der Förderung von Jugendeinrichtungen auch das Solbad beziehungsweise den Kurpark auf.

Katja Michler will sich indes mehr mit den Fördermöglichkeiten von Projekten beschäftigen, um vielleicht auf andere Weise noch Gelder für den „Treff“ zu beschaffen. Das Problem mit Fördermitteln sei jedoch, dass sie meist nur für ein spezifisches Projekt bewilligt und zeitlich befristet werden, so Katja Michler.