Feuerwehr

Gasgeruch: Einsatz der Feuerwehren Elbenau, Schönebeck und Bad Salzelmen

Unachtsame Bauherren lösen Großeinsatz der Schönebecker Feuerwehren aus

Von Andre Schneider
Die Stadtteilfeuerwehr Elbenau musste zu zwei Einsätzen ausrücken – viel Arbeit für die Kameraden.
Die Stadtteilfeuerwehr Elbenau musste zu zwei Einsätzen ausrücken – viel Arbeit für die Kameraden. Symbolfoto: Andre Schneider

Elbenau - Alle Hände voll zu tun für die Stadtteil-Feuerwehr Elbenau. Am Samstagmorgen (5. Juni 2021) erhielten die Kameraden eine Alarmierung, die schlimmes vermuten lies: Gasaustritt.

Die Alarmierung sorgte gar für einen Großeinsatz der Schönebecker Feuerwehren. „Wenn es bei Alarmierung Gasaustritt heißt, werden sofort neben den Orts- oder Stadtteilwehren die aus der Tischlerstraße und Bad Salzelmen mitalarmiert“, erklärt Elbenaus Stadtteilwehrleiter Ronald Mühlsiegel auf Volksstimme-Nachfrage. Mitglieder der drei Wehren eilten also sofort zum Unfallort. Die Wehren aus der Tischlerstraße und Bad Salzelmen verfügen über besonderes Gerät, um Gasaustritte zu lokalisieren, wie Mühlsiegel erklärte.

Vor Ort angekommen sorgten die Feuerwehrleute für großflächige und umfangreiche Straßensperrungen. Schließlich herrscht bei Gasaustritt Explosionsgefahr. Allerdings stellte sich der Einsatz am Samstag als nicht so gefährlich heraus, wie anfangs angenommen. Bei privaten Bauarbeiten mit einem kleinen Bagger, wie Mühlsiegel berichtete, wurde bei Schachtarbeiten eine Gasleitung durchtrennt.

Stadtwerke stellen Gas ab

„Nachdem die Stadtwerke das Gas abgestellt hatten, konnte Entwarnung gegeben werden und der betroffene Straßenteil wieder für den Verkehr freigegeben werden“, vermeldeten die Elbenauer Kameraden. Ebenso vermeldeten sie einen weiteren Einsatz.

Auf der Randauer- und Elbenauer Straße wurde im Kreuzungsbereich Öl festgestellt. Die Kameraden arbeiteten den Einsatz schnell ab, stumpften die Fahrbahn ab und behandelten die Stelle mit Bindemittel.

Richtiges Verhalten bei Gasgeruch

Erdgas riecht dank des beigemischten Duftstoffs so intensiv, dass selbst kleinste Gasmengen wahrgenommen werden.

Riecht es nach Gas, ist offenes Feuer tabu. Also Zigaretten aus, kein Feuerzeug und keine Streichhölzer benutzen! Auch an elektrischen Geräten können Funken entstehen. Deshalb: Licht- und Geräteschalter nicht mehr betätigen, keine Stecker aus der Steckdose ziehen. Und kein Telefon oder Handy im Haus benutzen

Frische Luft senkt die Gaskonzentration im Raum. Wenn möglich, Türen und Fenster weit öffnen, für Durchzug sorgen. Wichtig: Auf keinen Fall die Dunstabzugshaube oder einen Ventilator einschalten - Funkenbildung!

Absperreinrichtungen der Gasleitungen sollten geschlossen werden. Am „Haupthahn“ oder dem meist daneben befindlichen Gaszähler finden sich oft Name und Kontaktdaten Ihres Gasversorgers. Sobald Sie das Haus verlassen haben, kontaktieren Sie ihn.

Mitbewohner warnen (Wichtig: klopfen, nicht klingeln!) und das Haus verlassen.

Feuerwehr alarmieren, sobald das Haus verlassen wurde.

Quelle: dvgw