Schönebeck l Skeptisch sei man selbst an die geplante Aktion rangegangen, gibt Sibylle Schulz, Betriebsleiterin des Soleparks, am Sonnabendmorgen im Schausiedehaus im Schönebecker Kurpark zu. 20 Bäume sollten es ursprünglich einmal werden. 20 Bäume, die jeweils symbolisch für ein Jahr stehen, in dem es den Solepark als Eigenbetrieb der Stadt Schönebeck nun schon gibt. Aber bei 20 Bäumen blieb es bei Weitem nicht. Ganze 50 Bäume seien letztlich zusammengekommen und bis auf wenige Ausnahmen auch schon gepflanzt.

„Um den Bäumen ein Gesicht zu geben“, wie Sibylle Schulz erklärt, hatte der Solepark, der in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feiert, die Baumspender am Sonnabendmorgen zunächst ins Schausiedehaus geladen. Erst hier haben die Baumspender erfahren, wo ihr Beitrag zur Begrünung des Kurparks gepflanzt wurde beziehungsweise noch gepflanzt werden soll.

20 Bäume zum 20. Geburtstag

„Zu unseren 20. Geburtstag wollten wir eine Aktion für uns, die Allgemeinheit und im Sinne der Nachhaltigkeit ins Leben rufen“, erklärt die Betriebsleitern des Soleparks zunächst. So sei die Aktion schließlich zustande gekommen. Ob aber tatsächlich 20 Bäume zusammenkommen, habe man anfangs eben bezweifelt.

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Für durchschnittlich 350 Euro konnten Firmen und Politiker aber auch Privatpersonen einen Baum spenden. Hintergrund zur Idee war der Umstand, dass durch die extreme Trockenheit in den letzten zwei Jahren viele Bäume im Solepark gefällt werden mussten. Durch die Neupflanzungen wolle man den Kurpark wieder attraktiver machen – und durch „gute Pflege“ natürlich auch erhalten.

Linden und Eichen gepflanzt

Gepflanzt wurden vorrangig Linden und Eichen, wie es sie im Schönebecker Kurpark bereits gibt. Aber auch besondere Bäume werden ihr Wurzelwerk im Boden des Kurparks jetzt ausdehnen. So wurden unter anderem Blutpflaumen und Purpur-Erlen gepflanzt.

Auch eine Gleditischie hat ihren Weg in den Kurpark gefunden. Der Baum soll besonders robust gegen Auswirkungen des Klimawandels sein, wie Sibylle Schulz berichtet, und wurde von der Schönebecker Stadtratsfraktion der AfD gespendet – obwohl die Partei für ihren Einsatz für Klimaschutz eher nicht bekannt ist.

Im Regen zu den Bäumen

Nachdem jeder Baumspender eine seinem Baum zugewiesene Nummer erhalten hatte – und einen schnellen Blick auf die Übersichtskarte geworfen hatte – machten sich Soleparkmitarbeiter und Baumspender dann gemeinsam auf den Weg zu einer verregneten Baumrunde durch den Kurpark. Ohne Regenschirm eine ziemlich nasse Angelegenheit.

Eine kleine Überraschung abseits des Schnittenbuffets hatte der Solepark für die fleißigen Baumspender dann aber noch. Sie haben nämlich die Möglichkeit, ein eigens für ihren Baum beschriftetes Metallschild anfertigen zu lassen. Dieses Angebot will auch die Volksstimme annehmen. Denn wie viele andere Firmen der Region hat auch die Volksstimme jetzt ihren eigenen Baum im Kurpark – eine Winterlinde, gleich neben dem Hexenhaus.