Schönebeck l Weil ihr der Inhalt eines an sie adressierten Briefes – ein Tuch mit einer Flüssigkeit – suspekt vorkam, wandte sich am frühen Montagmittag eine Person an die Polizei in Schönebeck. Die Person hatte den Brief inklusive Tuch mit der unbekannten Flüssigkeit dabei. Auch die zuständigen Beamten des Polizeikommissariats Schönebeck an der Nicolaistraße konnten die Flüssigkeit nicht zuordnen und alarmierten daraufhin die freiwillige Feuerwehr der Stadt Schönebeck, um die Flüssigkeit zu untersuchen.

„Aufgrund der Beschaffenheit und der äußeren Umstände haben wir festgestellt, dass es sich bei dem Brief um keine typische Postsendung handelt, weshalb wir das Gebäude evakuiert haben, um eine mögliche Gefährdung der Kollegen ausschließen zu können“, erklärt Polizeirat Marcel Polz.

Spezial-Trupp im Einsatz

Unter Einsatzleiter Frank Mantwill rückten insgesamt 32 Kameraden der Stadtteilwehren Schönebeck, Bad Salzelmen und Felgeleben aus – darunter Kameraden, die für solche Einsätze speziell ausgebildet sind.

Geschützt durch Chemiekalienschutzanzüge (CSA) sei der Brief mit der Flüssigkeit, der zwischenzeitlich auf den Innenhof des Polizeireviers gebracht wurde, dann vom CSA-Trupp der Feuerwehr untersucht worden. „Wir haben mehrere Tests mit Chemikalien gemacht, konnten die Flüssigkeit aber nicht bestimmen“ erklärt Stadtwehrleiter Daniel Schürmann.

Kein Ergebnis bei Untersuchung

Nicht nur die Feuerwehr war am Montagmittag vor Ort. Auch die Stadt Schönebeck wurde umgehend über den Vorfall informiert. Als Vertreterin der zuständigen Gefahrenabwehrbehörde war deshalb auch Janine Zug, Amtsleiterin des städtischen Sicherheits- und Ordnungsamts, zugegen.

Weil die Vor-Ort-Untersuchung der Flüssigkeit ergebnislos blieb, müsse jetzt eine Untersuchung des Briefes im Landeskriminalamt zeigen, um welche Flüssigkeit es sich handele, sagt Marcel Polz. Aufgrund der verdächtigen Aufmachung des Briefes und dessen Beschaffenheit würden polizeiliche Ermittlungen aufgenommen.

Nach rund einer Stunde Evakuierung durften die Mitarbeiter des Revierkommissariats wieder in das Hauptgebäude der Schönebecker Polizeidienststelle zurückkehren.