Bördeland l In Bördeland ist es schön: Schön ruhig, nahe an Schönebeck und Magdeburg gelegen und die Grundstücke sind nicht so teuer wie in der Stadt. Anscheinend ein guter Grund für viele Familien, in die Gemeinde zu ziehen.

Allein zwischen Juni 2019 bis Juni 2020 sind ganze 371 Personen in die Gemeinde zugezogen, teile Anika Schreiber von der Gemeindeverwaltung mit. Dabei sind die Orte, aus denen die neuen Bewohner kommen, ganz unterschiedlich. „Diese kamen aus ganz unterschiedlichen Orten wie zum Beispiel Magdeburg, Barsinghausen, Schönebeck, Südharz, Neu Wulmstorf, Lübbenau/Spreewald, Braunschweig, Leipzig, Höxter, Gelsenkirchen, Halle, Barby, Wolfenbüttel“, so Schreiber. Bördeland ist aber anscheinend auch überregional bekannt: Es gäbe auch Neuzugänge aus Rumänien und Australien, so die Gemeinde.

Eine schöne Entwicklung. Bereits im Mai berichtete Ortsbürgermeister Marco Schmoldt, dass sie binnen kurzer Zeit vier Richtfeste gehabt hätten. „Besonders junge Familien zieht es hier hin“, sagt er. „Oder solche, die es sicher bald werden“, fügt er mit einem Zwinkern hinzu. Er freue sich darüber, dass Eickendorf so beliebt ist.

Auch Rosemarie Ziem ist über den Zuzug erfreut. „Nach Eggersdorf sind 41 neue Personen gezogen, in nur einem Jahr“, schildert sie. Leider hätte man sich auf Grund der Corona-Pandemie noch gar nicht richtig kennenlernen können. „Ich möchte alle neu Zugezogenen bald einladen, sodass sie das Dorf und uns kennenlernen, sagte sie beim Stammtisch der Vereine vergangene Woche. Sie hatte eine genaue Aufschlüsselung der Zuzüge zwischen Juli 2019 und Juli 2020 bei der Gemeinde angefordert, um sich ein umfassendes Bild zu machen. „Es ist wichtig, dass sie bei einem Treffen erzählt bekommen, was in dem Dorf alles los ist“, meint die Ortsbürgermeisterin.

Zuzügler auch aus Magdeburg

Unter den Zuzüglern sind ehemalige Bewohner aus Schönebeck, Magdeburg, Tangerhütte, Braunschweig, Barby, Burg und Dessau.

Die vielen Zuzüge könnten einer der Gründe sein, warum der Altenquotient in der Gemeinde so niedrig ist. Doch natürlich sind sie nicht alleine dafür verantwortlich.

Der Quotient ist der niedrigste im Salzlandkreis und stellt das Verhältnis von Menschen im Erwerbsalter (20-65) und Menschen, die dieses Alter überschritten haben, dar. Er hat Auswirkungen auf verschiedene Bereiche, etwa Krankenkassenbeiträge. Denn daran wird festgemacht, für wie viele Menschen finanziell und pflegerisch gesorgt werden muss, unter anderem in Bezug auf Rentenbeiträge.