Welsleben l So langsam nimmt alles Gestalt an: Die Grundschule „Juri Gagarin“ lässt mittlerweile erahnen, wie schön sie einmal werden soll. Der Innenausbau läuft auf Hochtouren und ist bereits recht weit fortgeschritten. Die lichtdurchfluteten Klassenräume wirken einladend und das Baustellen-Chaos wird weniger. Zumindest drinnen, denn draußen steht das nächste große Vorhaben an: Die Entfernung von alten Heizleitungen, die bei dem Bau gefunden wurden. Die Firma ist bereits dabei: Mit Schutzanzug und Atemmaske kämpft sich ein Mitarbeiter durch die Glaswolle, die um die Rohre gewickelt ist.

„Hier ist jetzt überall Bewegung drin“, freut sich Bürgermeister Bernd Nimmich (SPD). „Die Fliesenarbeiten sind in vollem Gang“, berichtet er. Die weißen Fließen in den Sanitärräumen werden in regelmäßigen Abständen von farbigen unterbrochen – das gleiche Farbschema wie an der Außenfassade. Auch das Behinderten-WC ist bereits gefliest. „Die ganze Schule wird ja barrierefrei, da darf das natürlich nicht fehlen“, so der Bürgermeister.

Auch die Klassenräume lassen bereits erkennen, dass sie bald fertig sind. „Die Fensterbretter sind drin, das Waschbecken muss noch eingebaut werden und die Decken abgehangen“, schildert Nimmich. Besonders ist, dass in jedem Klassenraum die technischen Möglichkeiten bestehen, eine interaktive Tafel einzubauen. „Für die dritten und vierten Klassen ist das fest eingeplant, in den anderen Klassen wäre es aber auch möglich. Insgesamt umfasst die Schule nun sechs Klassenräume im Erdgeschoss und acht im Obergeschoss. Dazu kommen noch Vorbereitungsräume.

Auch die Aula mitsamt Speiseraum hat Gestalt angenommen. Der weitläufige Raum umfasst eine bereits angelegte Essensausgabe und mehrere Lichtschächte in der Decke. „Hier schließen dann auch gleich Lehrerzimmer und Sekretariat an“, erklärt Nimmich. Auch ein Hauswirtschaftsraum ist direkt angeschlossen. „Hier kommt eine Küchenzeile rein und eine Kochstelle in die Mitte, sodass die Kinder dort mitmachen können“, erläutert der Bürgermeister.

Eine weitere geplante Besonderheit in der Grundschule ist ein Bibliotheksraum. „Es wäre dort auch eine Leseecke für regnerische Pausen oder ähnliches denkbar.“ Letztendlich müsse aber die Schule entscheiden, wie der Raum genutzt wird.

Um bei Regen trocken in die Sporthalle zu kommen, wurde draußen ein großes Vordach für den Weg gebaut. „Es wurde vor knapp zwei Wochen gegossen“, erklärt der Bürgermeister. „So kommen die Kinder immer trockenen Fußes zum Sport.“ Die Arbeiten in der Sporthalle selbst gehen auch voran. Eine große neue Fensterfront wurde eingebaut. Sanitarräume und Umkleiden sind auch angelegt. Die Beleuchtung soll hier so funktionieren, wie in der Sporthalle Eickendorf: Mit LED-Beleuchtung, die sich an die gegebenen Lichtverhältnisse anpasst.

Die Schule wird nach der Sanierung zwei Treppenhäuser haben, das alte bleibt modernisiert bestehen, ein zweites wurde neu gebaut. Es ist durch große Fensterfronten lichtdurchflutet. Dazu kommt noch ein Fahrstuhl, damit auch die oberen Bereiche barrierefrei zu erreichen sind.

Da es langsam kälter wird, soll die Heizanlage bald angestellt werden. Denn in den Innenräumen stehen noch ein paar Arbeiten an, so müsse etwa die LED-Beleuchtung installiert werden. In der Sporthalle laufe die Beiheizung über die Decke, im Erdgeschoss der Schule über Fußbodenheizung und im oberen Stockwerk über Heizkörper.

Fast alle Arbeiten wurden von der Gemeinde bisher vorfinanziert. „Fördergelder kamen bisher nur für die Planungsunterlagen“, meint der Bürgermeister. Der Rest sei in der Vergabeprüfung. „Wir haben das alles aber sehr gewissenhaft gemacht.“ Momentan fehlten noch vier Ausschreibungen, die bald geschehen müssten. Außerdem habe man eine Verlängerung für die Abrechnungspflicht erhalten – vom 31. Dezember 2020 auf den 30. Juni 2021.