Barby l „Der Fußboden stammt noch aus der Zeit, als ich hier angefangen habe“, sagt Dietlinde Halle, die 1984 in der damaligen Clara-Zetkin-Schule ihre pädagogische Laufbahn begann. Auch die Raufasertapeten sehen noch verdächtig nach 90er-Jahre aus. „Wenn wir morgens kommen, müssen wir erst mal kräftig durchlüften“, meint auch Heidrun Michaelis.

Das Lehrerzimmer verbreitet einen modrigen Geruch, der nicht von Pappe ist. Der Grund dafür ist schnell ausgemacht: An einer Außenwand ist die Tapete abgefault; es haben sich verdächtige schwarze Flecken gebildet. Als Grund darf man aufsteigende Nässe annehmen.

Schutzanstrich fehlt

Auch die Flure haben eine Sanierung nötig. Hier wurden moderne Türen eingebaut, die der DIN-Norm entsprechen und ein angenehmes Geräusch beim Schließen machen. Was zeigt, dass sie nicht billig waren. Doch viele kleine Kinderfüße und Hände haben Schmutzspuren hinterlassen. Es fehlt ein Schutzanstrich.

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Auf Volksstimme-Anfrage kündigt Bauamtsleiter Holger Goldschmidt an, dass in den Pfingstferien vom 18. bis 30. Mai die zwei Flure und das Treppenhaus gemalert werden. „In dem Leistungsverzeichnis ist auch das Beschichten der Türen und Zargen enthalten“, sagt er.

Er räumt ein, dass die Flächen über den Waschbecken in den Klassenräumen im vorausgegangenen Bauabschnitt „Trockenbau“ nur mit einer Beschichtung gestrichen wurden. „Im kommenden Bauabschnitt ‚Malerarbeiten‘ werden über den Waschbecken Fliesenspiegel angebracht, was den Lehrern auch bekannt sein dürfte“, sagt Goldschmidt.

Problemwand bekannt

Auch das Problem mit der „faulenden Wand“ im Lehrerzimmer sei bekannt. Es sei eine Probe genommen worden, um zu klären, ob der Schimmel auf der Tapete entsteht oder von einem feuchten Mauerwerk herrührt. Das Ergebnis: Der Schimmel entstehe offensichtlich auf der Tapete, weshalb nur ein Lüftungsproblem vorliegen könne.

Deshalb sei mehrfach am Tage eine Stoßlüftung erforderlich, um das immer wiederkehrende Problem abzustellen. „Der Geruch im Lehrerzimmer rührt auch von einem fehlenden Lüftungsregime her“, so der Amtsleiter. „Die Schimmelbildung an den Fensterstürzen, in den Ecken, sind Kältebrücken und ein eindeutiges Lüftungsproblem.“

Heizung wird repariert

Was unter dem Fußbodenbelag vermutet wird, könne nicht bestätigt werden. In den zurückliegenden Jahren habe es Raumluftuntersuchungen geben, die im Speiseraum eine Fußbodensanierung zur Folge hatten. Andere Räume würden sich nachweislich im Normbereich bewegen. „Aber hier kann ich auf die Kürze der Zeit nicht gesichert antworten“, so Goldschmidt.

Der Auftrag zur Reparatur der undichten Heizung sei vor wenigen Tagen an eine ortsansässige Heizungsfirma vergeben worden.