Barby l Im Schulsekretariat, wo Jutta Busch ihren Arbeitsplatz hat, drangen die Täter ein. In der Nacht zum Mittwoch kam der oder auch die Täter in die Grundschule. Die Türen wurden aufgebrochen, wie Busch im Nachbarraum zeigt. Auch ihr Schreibtisch wurde durchsucht. Hier fand der Einbrecher eine kleine Tüte. 2,60 Euro aus einer in der Schule gefundenen Geldtasche hat die Sekretärin hier verwahrt. Die Tüte ließ der Täter vor Ort, das Kleingeld nahm er mit.

Im Flur hängt die Geldbörse zu dem Fundgeld, zeigt die Schulsekretärin. Bislang hat sich noch kein Kind gemeldet, erzählt sie weiter. Beim ersten Einbruch in diesem Jahr ging der Täter mit mehr Geld aus dem Haus. „Da lag das Milchgeld in meinem Schreibtisch“, sagt sie.

Kein Bargeld gelagert

Zu holen gibt es in der Grundschule und im benachbarten Hort eigentlich nichts. „Wir haben hier kein Bargeld“, sagt Hilmer Klapötke. Der Lehrer ist der kommissarische Schulleiter im Haus. Das Geld der Klassenkassen liege auf der Bank, erzählt er. Deswegen ist er davon überzeugt, dass es sinnlos sei, in die Schule einzubrechen.

In der Stadtverwaltung hat die Bauverwaltung mit der Aufnahme der Schäden begonnen. Noch könne die Verwaltung keine Summe nennen, sagt Hauptamtsleiterin Karin Knopf. Die Angebote zur Beseitigung der Einbruchsschäden werden erst noch erwartet.

Allerdings sei der Schaden ärgerlich, meint sie. Der Versicherer, bei dem die Kommune das Haus abgesichert hat, wolle demnächst einen Fachmann schicken, der sich das Gebäude und die Fenster ansehen werde, sagte sie weiter. Der Einbruchschutz an den Fenstern des Sekretariats werde in Zukunft deutlich verbessert werden, um einen weiteren Einbruch in Zukunft zu verhindern.

Mehr als 140 Schüler

Dabei hatte die kommunale Bildungseinrichtung beim jüngsten Einbruch noch Glück. Bei dem vorangegangenen nächtlichen Besuch hatte der Täter für sehr viel Chaos im Sekretariat gesorgt, erinnert sich Jutta Busch noch. „Da lag hier alles durcheinander.“ Sie hatte damals viel Zeit benötigt, um wieder Ordnung zu schaffen. Schließlich muss die Schule funktionieren, wenn täglich mehr als 140 Mädchen und Jungen unterrichtet werden sollen.

Allerdings sei der Schaden und der Vandalismus im vergangenen Jahr bei einem Einbruch noch viel größer gewesen. Als reichten die Beschädigungen durch das Aufhebeln der Türen nicht aus, hatte der Täter auch noch Pulverlöscher im Haus entleert. Der Aufwand sei entsprechend groß gewesen, das überall fein verteilte Pulver wieder aus dem Haus und den Räumen zu bekommen. „Wir hoffen, dass wir nicht so schnell wieder nächtlichen Besuch bekommen“, sagt Hilmer Klapötke. „Schreiben sie bitte in der Zeitung, dass wir kein Bargeld in der Schule haben und dass sich deshalb ein Einbruch in das Haus nicht lohnt“, sagt er. Die Täter richteten bei seinem Einbruch sehr viel Schaden an, der den Schulbetrieb in den Tagen danach behindere. In Zukunft soll es aber nicht mehr so einfach werden, in das Gebäude zu gelangen, kündigt de Hauptamtsleiterin schon an. Die Hinweise der Fachleute werde die Verwaltung sicher umsetzen und den Einbruchschutz deutlich erhöhen.