Eggersdorf/Unseburg l Zu einem Treffen zwischen den Eggersdorfer Heimatfreunden und den Mitgliedern des Unseburger Fördervereins für kulturelles Leben ist es am Sonnabend gekommen. Die Unseburger hatten über die Internetseite der Heimatfreunde Kontakt zu den Eggersdorfern aufgenommen.

Da dieser Verein sich intensiv mit der Heimatgeschichte des Dorfes beschäftigt und auch eine Heimatstube mit einer recht umfangreichen Sammlung besitzt, lag es nahe, einige Erfahrungen zwischen den beiden Vereinen auszutauschen.

Die Eggersdorfer äußerten bei ihrem Besuch den Wunsch, etwas über den Unseburger Braunkohlenbergbau zu erfahren. Denn 1848 begann man dort, Braunkohle im Tiefbauverfahren zu fördern. Eberhard Bethge vom ortsansässigen Förderverein machte detaillierte und ausführliche Angaben dazu. Nach 116 Jahren habe man 1964 die Förderung eingestellt.

Eifrig haben die Mitglieder des Vereins viele Dinge zusammengetragen und erinnern in ihrer Heimatstube an die Bergbaugeschichte ihres Ortes. Bei einer anschließenden Besichtigung konnten die Eggersdorfer Heimatfreunde die zahlreichen Ausstellungsstücke in Augenschein nehmen.

Parallele: Braunkohleförderung

Sie stellten fest, dass es viele parallele Beziehungen zur Braunkohlenförderung in Eggersdorf gab. Auch in Unseburg wurde die Kohle im Tiefbauverfahren abgebaut, und die Fördertiefe lag bei etwa 60 Metern. In der Herstellung von Briketts hatten die Unseburger bessere Erfolge, weil sie länger und intensiver Braunkohle gefördert haben.

Die Eggersdorfer Gäste zeigten reges Interesse für die zahlreichen Ausstellungsobjekte des Bergbaus, wie zum Beispiel Werkzeuge, Grubenlampen, Kleidungsstücke und diverses Bildmaterial.

Die Nachbildung eines Stollens erregte besondere Aufmerksamkeit, gab er doch Einblick in die schwere und gefährliche Arbeit der Bergleute unter Tage.

Sonderschau geplant

Nicht ohne Grund interessierten sich die Eggersdorfer Heimatfreunde dafür besonders. Sie wollen nämlich zum Jahresende auch eine kleine Sonderausstellung zur Bergbaugeschichte ihres Ortes in ihrer Heimatstube präsentieren. Diese Ausstellung soll eine Ergänzung zum kürzlich erschienenen Heimatheft sein, denn das Hauptthema in diesem Heft beschäftigt sich mit der Eggersdorfer Bergbaugeschichte.

Nun sind die Heimatfreunde bestrebt, zu dieser Thematik Material zu sammeln oder auszuleihen, um damit eine Sonderausstellung zu gestalten. Leihgaben oder auch Spenden sowie kopierfähiges Material sind da willkommen. Da in Eggersdorf der Bergbau schon 1924 eingestellt wurde, wird es natürlich besonders schwierig sein, Ausstellungsobjekte zu bekommen.

Deshalb bittet der Verein um Mithilfe bei der Gestaltung seiner geplanten Ausstellung. Denn auch in unserer Region, besonders in unserer Nachbarschaft, in Pömmelte und in Calbe gab es ja auch eine bergbaugeschichtliche Entwicklung. Bilder, Karten, Dokumente und sonstige Dinge über den Bergbau in unserer Region wären ein willkommener Beitrag für die Ausstellung über die sich die Eggersdorfer Heimatfreunde freuen würden.

Wer etwas beisteuern kann: Die Kontaktaufnahme ist möglich über die Internetseite www.heimatverein-eggersdorf.de und über die Vereinsmitglieder.